ASIEN/PAKISTAN - Erzbischof Coutts: Christen sollen “angesichts von Gewalt und Terrorismus Zeugen der Liebe sein”

Montag, 29 Februar 2016 blasphemie   religiöse minderheiten   religionsfreiheit   verfolgung  

Rom (Fides) – “Als Christen stehen wir in Pakistan jeden Tag zahlreichen Herausforderungen gegenüber: viele haben bestimmt von dem bekannten Blasphemieparagraphen und dem Fall der unschuldig zum Tode Verurteilten Christin Asia Bibi gehört. Jeden Tag besteht unsere Aufgabe jedoch vor allem darin, Zeugen des Friedens und der Liebe in einem Land zu sein, in dem es viel Gewalt und Terrorismus gibt. Die Sendung der Christen ist die Liebe und die Liebe Christi lässt uns die Hoffnung nicht verlieren“, so Erzbischof Joseph Coutts von Karachi, der sich auf Einladung des katholischen Hilfswerks “Kirche in Not” anlässlich des fünften Jahrestages des Todes des am 2. März 2011 in Islamabad ermordeten Shahbaz Bhatti in Italien aufhält.
“Wir gedenken des Todestags von Shahbaz Bhatti in der Kirche des heiligen Bartholomäus in Rom am 4. März”, so der Erzbischof. “Bhatti sprach stets als gläubiger Christ und zeigte dabei viel Mut. Er sorgte dafür, dass die Stimme der Christen im ganzen Land gehört wurde. Er zeigte uns den Weg. Er war ein guter Katholik und hat sein Leben für seine Sendung geopfert. Er wurde ermordet, weil er Christ war. Auch wenn viele ihm rieten, das Land zu verlassen, weil er bedroht wurde, wollte er in Pakistan bleiben und seine Aufgabe erfüllen”. “Der Bischof von Islamabad, der Ort, an dem er ermordet wurde, kann einen Prozess zur Anerkennung des Martyriums auf diözesaner Ebene auf den Weg bringen. Ich wäre dafür”, so Erzbischof Coutts abschließend.
(PA) (Fides 29/2/2016)


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