AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Terroristische Anschläge versetzen Einwohner von Eringeti in Angst und Schrecken

Montag, 15 Februar 2016 bewaffnete gruppen  

Kinshasa (Fides) – Unter den Einwohnern von Eringeti herrscht Angst und Schrecken nach den jüngsten Anschlägen der ugandischen ADF am 12. und 14. Februar. Eringeti befindet sich in der Region Beni in Nordkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, wo seit Jahren bewaffnete Gruppen unter den Einwohnern ihr Unwesen treiben. Vor kurzem erinnerten religiöse Orden in Rom in einer gemeinsamen Petition an das vergessene Drama (vgl. Fides 13/2/2016).
Am 12. Februar drangen Kämpfer der ADF in das Dorf Lesse ein, wo sie sechs Menschen töteten und 14 verschleppten und 29 Häuser in Brand steckten. Von den 14 Entführungsopfern sind 9 Mädchen und junge Frauen und 5 junge Männer. Nur einem Mädchen gelang die Flucht. Am Sonntag, den 14 Februar wurde das Dorf Tingwe überfallen, von wo es noch keine genauen Angaben über die Zahl der Opfer und die materiellen Schäden gibt.
Die Einwohner der Region leben in der Angst vor weiteren Anschlägen und der Verbreitung der Gewalt durch die ursprünglich ugandische Rebellengruppe, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend dem dschihadistischen Kampf anschlossen (vgl. Fides 5/11/2015). Vor kurzem unterzeichneten die kongolesische Armee und die Mission der Vereinten Nationen im Kongo (MONUSCO) eine gemeinsame Absichtserklärung zur Bekämpfung der ADF.
(L.M.) (Agenzia Fides 15/2/2016)


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