ASIEN/IRAK - Lehrer aus Ninive verweigern Umsetzung islamistischer Lehrpläne

Donnerstag, 7 Januar 2016 bildungswesen  

Mossul (Fides) – Über 30 Lehrer wurden in der vom IS kontrollierten nordirakischen Provinz Ninive in den vergangenen Stunden verhaftet, weil sie sich weheren, den Unterricht auf der Grundlagen der neuen vom IS auferlegten Lehrpläne zu gestalten. Von der Festnahme der “aufständischen” Lehrer berichten kurdische Medien, darunter die Agentur Ara News. Die verhafteten Lehrer sollen von einem islamischen Gesetz zur Rechenschaft gezogen werde, das darüber entscheidet ob die Festgenommenen durch andere Lehrkräfte ersetzt werden, die sich den neuen Lehrplänen des Islamischen Kalifats fügen.
Aufgrund der neuen Lehrpläne sollen Bildungseinrichtungen seit der Eroberung der Region durch den IS zur Basis für die Indoktrinierung künftiger Generationen gemacht werden. Abgeschafft wurden die Unterrichtsfächer Philosophie, Chemie, Biologie und Mathematik, während es Unterricht über die Inhalte der Scharia und den Heiligen Krieg geben soll. Bereits zu Beginn des Schuljahres 2014-2015 mussten christliche Schulen in Mossul und dem Ninive-Tal ihre Namen ändern (vgl. Fides 13/9/2014). Der Unterricht der syrischen Sprache und der christliche Religionsunterricht wurden gestrichen.
Beobachter beurteilen die Verweigerung der Lehrer als offensichtliches Zeichen für die ablehnende Haltung der Bevölkerung gegenüber dem so genannten Kalifat. (GV) (Fides 7/1/2016).


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