VATIKAN - Kardinal Filoni vertraut der Gottesmutter von La Vang die Evangelisierung an

Freitag, 23 Januar 2015

La Vang (Fides) – “Als Pilger – auch im Namen der Missionskongregation – bitte ich Maria um Ihren Schutz für das Werk der Evangelisierung: Sie, die sie Jesus, das lebendige Evangelium, das Wort Gottes geboren hat und die Kirche seit dem Pfingstfest begleitet, möge auch künftig Mutter aller Kinder der Kirche sein, insbesondere auf dem asiatischen Kontinent. Aus diesem Grund bringe ich heute drei silberne Rosen als Geschenk, die für immer an meine Bitte erinnern sollen”, so Kardinal Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker am gestrigen 22. Januar beim Gottesdienst im Marienheiligtum von La Vang, einer weiteren Etappe seines Besuchs in Vietnam (vgl. Fides 19/1/2015).
Das pulsierende Zentrum der vietnamesischen Marienverehrung liegt rund 60 km von Hue entfernt und entstand dort, wo die Gottesmutter in einem Waldstück bei Quang Tri einer Gruppe vietnamesischer Katholiken auf der Flucht vor der Verfolgung Unterschlupf gesucht hatten. Die erste Marienerscheinung geht auf das Jahr 1798 zurück und es folgten viele andere. Nach dem Ende der Verfolgungen im Jahr 1886 wurde an dem Ort eine kleine hölzerne Kirche errichtet, die bald zum Wallfahrtsort wurde. Nachdem diese erste Kirche von den Verfolgern in Brand gesteckt worden war, entstand eine gemauerte Kirche, die 1901 bei der Ernennung der Gottesmutter von La Vang zur „Schutzpatronin der vietnamesischen Christen“ eingeweiht wurde. Um dem wachsenden Pilgerzustrom gerecht zu werden, entstanden zahlreiche weitere Kapellen und andere Einrichtungen. Doch Marienheiligtum in La Vang wurde 1972 während des Konflikts zischen Nord und Süd dem Erdboden gleich gemacht. Erst nach der Wiedervereinigung des Landes (30. Aprile 1975) erklärten die Bischöfe aus ganz Vietnam, die sich am 1. Mai 1980 in La Vang versammelten den Ort zum “Nationalen Marienwallfahrtszentrum”. Heute gehört das Marienheiligtum zu den bekanntesten seiner Art nicht nur in Vietnam sonder auf dem ganzen asiatischen Kontinent.
In seiner Predigt forderte der Präfekt des Missionsdikasteriums die Anwesenden auf, sich erneut zu Füßen des Kreuzes zu begeben, wo „Jesus uns das Geschenk seiner Mutter gemacht hat“, so der Kardinal, „Er hat sie nicht zu sich genommen. Deshalb ist die Gottesmutter im Laufe der vergangenen zweitausend Jahre immer wieder unter uns erschienen… Ihr kennt die wunderbare Geschichte der verfolgten Christen, die hier Zuflucht, Ermutigung und Schutz gefunden haben. Das bedeutet, dass Maria hier wohnt und dass eure Bischöfe den richtigen Beschluss gefasst haben, als sie den Ort zum Marienwallfahrtsort erklärten”.
Abschließend dankte Kardinal Filoni dankte Maria abschließend für das “Geschenk” ihrer Anwesenheit an diesem Ort: “sie ist heute bei uns und ich vertraue ihr erneut zusammen mit euch die Evangelisierung dieses Landes und des ganzen asiatischen Kontinents an”. (SL) (Fides 23/1/2015)


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