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America

2003-07-10

AMERIKA/GUATEMALA - VORBEREITUNG AUF DEN AMERIKANISCHEN MISSIONSKONGRESS (CAM 2) – WIE DIE ERSTEN JÜNGER WERDEN 1.526 MISSIONARE AUS DEM VOLK DER INDIOS DAS EVANGELIUM IN IHREN GEMEINDEN VERKÜNDEN

Guatemala City (Fidesdienst/ANS) – Seit dem diesjährigen Pfingstfest wird in den Indio-Missionen Charchá und Chisec im Norden Guatemalas jeden Sonntag neue Laienmissionare entsandt. Die Entsendung der Missionare ist Teil einer Reihe von Initiativen, die im Rahmen des Missionsjahres zur Vorbereitung auf den Amerikanischen Missionskongress (CAM 2) stattfinden. Der Amerikanischen Missionskongress CAM2 wird im November dieses Jahres in Guatemala veranstaltet. In der Mission des Salesianerordens wurden insgesamt 1.526 Laienmissionare in dreimonatigen Kursen auf die Aufgabe als Verkünder des Evangeliums in den ländlichen Gemeinden des weit ausgedehnten Gebiets vorbereitet. Die Missionare werden wie die ersten Jünger jeweils zu zweit von Haus zu Haus gehen und Katholiken und Nichtkatholiken zur ernsthaften Aufnahme des Evangeliums Jesu einladen. Die Neuheit dieser missionarischen Erfahrung besteht vor allem darin, dass nicht, wie bisher üblich, viele Menschen zu Evangelisierungsveranstaltungen eingeladen werden sondern dass Missionare durch den Aufbau von persönlichen Beziehungen das Evangelium zu den einzelnen Menschen bringen.
Die insgesamt 11 Salesianerpatres, die das Missionsgebiet betreuen sind für insgesamt 417 Dorfgemeinschaften des Qeqchi-Volkes verantwortlich. Die Entsendung der Laienmissinare findet im Rahmen der Sonntagsgottesdienste statt, an denen in den verschiedenen Kirchen jeweils auch Vertreter der verschiedenen Dorfgemeinschaften teilnehmen. Die Gottesdienste werden besonders feierlich gestaltet, da der ganzen Gemeinde direkt oder indirekt der Sendungsauftrag anvertraut wird. Unerwarteten Erfolg erzielen die Salesianerpatres auch mit der missionarischen Heranbildung von Kindern und Frauen. Für die Indios ist dies eine große Neuheit: man war bisher davon überzeugt, dass es sich bei der Verkündigung des Evangeliums um eine ‚Männersache’ handelte. (SL) (Fidesdienst, 10/7/2003 – 26 Zeilen, 268 Worte)

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