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2014-04-11

ASIEN/LIBANON - Patriarch Rai wünscht sich einen Präsidenten des „politischen Konsens“

Beirut (Fides) – Nach Ansicht des maronitische Patriarchen Bechara Boutros Rai werden weder Michel Aoun noch Samir Geagea von der “Koalition 8. März” bzw. der “Koalition 14. März”, die das Land und dessen Institutionen seit Jahren praktisch gegenseitig lahm legen, die Präsidentschaftswahl gewinnen. Im Interview mit der Tageszeitung al-Joumhouria sagte Kardinal Rai zur Möglichkeit des Wahlsiegs eines der beiden historischen Widersacher, er erwarte sich keinen Ausgang dieser Art, da der künftige Staatschef “eine Figur sein muss, die die Zustimmung des Volkes genießt und damit die gegnerischen Parteien zusammenführen kann, anstatt eine neue Krise im Land hervorzurufen”.
In seiner Stellungnahme gegenüber der libanesischen Presse betonte Patriarch Rai, dass die maronitische Kirche zwar keinen einzelnen Kandidaten unterstütze, sondern das Profil eines idealen Kandidaten für das Präsidentenamt vorgebe, der “solide moralische Prinzipien, Integrität, Erfahrung und Glauben an den libanesischen Staat sowie an die regionalen und internationalen Beziehungen” mitbringen sollte, damit „er die Institutionen neu beleben und das Land in schwierigen Zeiten regieren kann”.
Das komplexe institutionelle System des Libanon sieht vor, dass das Amt des Präsidenten der Republik mit einem maronitischen Christen besetzt wird. Das sechsjährige Mandat des amtierenden Präsidenten geht am kommenden 25. Mai zu Ende. (GV) (Fides 11/4/2014).

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