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2014-03-31

AMERIKA/KOLUMBIEN - 22. Verhandlungsrunde der Friedensgespräche in Havanna beendet: Verhandlungspartner bleiben zuversichtlich

Bogotà (Fides) – In Havanna ging gestern die 22. Verhandlungsrunde der Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und Vertretern der FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) zu Ende. Der Leiter der Regierungsdelegation Humberto De la Calle, forderte am gestrigen 30. März alle Kandidaten für das Präsidentenamt dazu auf, sich mit den bisher getroffenen Vereinbarungen eingehend zu befassen, damit eine “Debatte” zum Friedensprozess geführt werden kann, die “auf Informationen basiert”. De la Calle betonte auch, dass die von der Regierung angeregte “Kommission der Wahrheit” als "Ergebnis der Vereinbarungen, nach der Beendigung des Konflikts” ihre Arbeit aufnehmen sollte.
Nach Ansicht von Beobachter erinnerte De la Calle an diese Aspekte, da inzwischen "zwei umfassende Berichte zu den wichtigsten Punkten der Vereinbarungen zur Verfügung stehen”, die auch eine “globale landwirtschaftliche Entwicklung” und die “politische Teilhabe” berücksichtigen.
Zu Beginn der gestern beendeten Verhandlungsrunde hatten die Vertreter der FARC die Notwendigkeit einer Kommission hervorgehoben, die "sich mit den Ursprüngen und der Wahrheit der Geschichte des internen Konflikts in Kolumbien“ befasst. Nach Ansicht von De la Calle kann eine solche Kommission “erst nach der Unterzeichnung von Friedensvereinbarungen zur Beendigung des Konflikts” geschaffen werden. Für die Regierung sei die Wahrheit „ein Instrument zur Verwirklichung des Friedens und kein taktisches Mittel im Laufe der Verhandlungen".
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Kolumbien am kommenden 25. Mai begrüßen Bürgervertretungen und die katholische Kirche die Bildung eines “Nationalen Friedensrates”, wie ihn Präsident Santos in der vergangenen Woche angekündigt hatte. Dieser soll sich auch nach der Wahl und unabhängig von deren Ausgang, um die endgültige Unterzeichnung von Friedensvereinbarungen bemühen.
Die Gespräche in Kuba werden am kommenden 4. April wieder aufgenommen. Dabei werden sich die Verhandlungsteilnehmer mit dem Problem des Drogenhandels befassen. (CE) (Fides, 31/03/2014)

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