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2014-03-03

ASIEN/PAKISTAN - Junge Christin von Taliban ermordet: sie war auf der Flucht mit ihrem zum Christentum konvertierten Cousin

Islamabad (Fides) – Eine junge Christin wurde von pakistanischen Taliban im Norden von Pakistan ermordet. Wie Beobachter berichten, soll die junge Frau gemeinsam mit ihrem Cousin, der vor einigen Jahren zum Christentum konvertiert war, auf der Flucht gewesen sein. Nach seiner Bekehrung war der junge Mann als “Abtrünniger” von den Taliban verfolgt worden. In den vergangenen Tagen hatten die Milizionäre das Versteck der beiden entdeckt und auf der Flucht wurde die junge Frau erschossen, während es ihrem Cousin gelang, den Taliban ein weiteres Mal zu entkommen. Pakistanische Christen fordern in diesem Zusammenhang das Eingreifen der Institutionen zum Schutz der Minderheiten und aller Bürger gegen die Gewalt der Taliban
Die pakistanische Regierung gab unterdessen die Aussetzung die Luftangriffe gegen die Taliban bekannt, nachdem die “Koranschüler” einen einmonatigen Waffenstillstand erklärt hatten. Die Regierung behält sich doch das Recht vor auf „eventuelle gewaltsame Aktionen der Taliban” zu reagieren. Im Dialog zwischen Regierung und Taliban in Pakistan kam es unterdessen zu einem Stillstand, nachdem die Taliban in den vergangenen Wochen erklärten, es bestehe keine Möglichkeit des Friedens, so lange es in Pakistan keinen “politischen und juridischen Wandel gibt und die islamischen Gesetze offiziell anerkannt werden”. Die Regierung des Premierministers Nawaz Sharif bemüht sich nach jahrelangen Konflikten weiter um “Verhandlungen”, wobei die Gespräche jedoch im Februar nach einer Reihe von Terrorattentaten der Taliban unterbrochen wurden. Vor kurzem brachte die pakistanische Regierung einen Gesetzentwurf mit dem Titel “Verhaltensrichtlinien für die nationale Sicherheit” ein, mit dem Gewalt und Terrorismus im Land beendet werden sollen. Bei der Präsentation des Gesetzentwurfs betonte Premierminister Sharif: “Die Regierung hat sich für den Dialog mit den Taliban eingesetzt”, sollten diese jedoch nicht unter Beweis stellen, dass der “Waffenstillstand” eingehalten wird, werde “die Regierungsarmee auf angemessene Weise antworten”. (PA) (Fides 3/3/2014)

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