ASIEN/MALAYSIA - Internationale Organisationen und Freiwilligenbewegungen helfen Flüchtlingen aus Myanmar und Indonesien

Montag, 13 Dezember 2004

Kuala Lumpur (Fidesdienst) - Tausende Flüchtlinge, vor allem aus Myanmar und der indonesischen Provinz Nordsumatra, leben am Stadtrand von Kuala Lumpur. Bei ersteren handelt es sich um Mitglieder ethnischer Minderheiten, die vom birmanischen Regime verfolgt werden, während die indonesischen Flüchtlinge vor allem vor dem Bürgerkrieg in der Region Aceh fliehen, wo sezessionistische Gruppen gegen die Regierung kämpfen.
Am heutigen 13. Dezember gab das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) bekannt, dass die mit der Registrierung der Flüchtlinge begonnen werden soll, damit hunderte von Flüchtlingen und Mitglieder anderer Kategorien die notwendigen Papiere erhalten, bevor die malaiische Regierung mit ihren angekündigten Maßnahmen gegen illegale Zuwanderung beginnt. Das UNHCR registrierte zunächst die Flüchtlinge aus der gemarterten indonesischen Provinz Aceh, die sich vorwiegend auf der malaiischen Insel Penang aufhalten und will die Meldeprozeduren nun auch in anderen Teilen des Landes fortsetzen.
Von den rund 28.000 Flüchtlingen und Asylsuchenden in Malaysia sind rund 10.000 muslimische Rohingya aus Myanmar. Anfang November hatte die malaiische Regierung erklärt, man werde den Rohingya zeitlich beschränkte Aufenthaltsgenehmigungen erteilen, womit diese Menschen auch Anspruch auf medizinische Versorgung und Schulbildung haben. Da unterdessen jedoch gegensätzlichen Meinungen zu den juridischen Regelungen in den Reihen der Regierung kam, ist das Schicksal der Rohingya derzeit noch ungewiss.
Unterdessen helfen internationale Organisationen und Freiwilligenorganisationen den Flüchtlingen in den Aufnahmelagern in Kuala Lumpur, darunter auch katholische Hilfswerke in Zusammenarbeit mit den einheimischen Caritaszentralen. (PA) (Fidesdienst, 13/12/2004 - 24 Zeilen, 234 Worte)


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