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2014-01-23

ASIEN/IRAK - Geteilte Meinungen zur Schaffung einer neuen Provinz in der Nineve-Ebene

Mossul (Fides) – Die Irakische Regierung hat am vergangenen 21. Januar einen Plan gebilligt, die die Schaffung einer neuen unabhängigen Provinz in der Nineve-Ebene vorsieht. In der Region im Norden des Landes befinden sich die größten christlichen Siedlungen im Irak. Den Vorschlag der Schaffung einer neuen Verwaltungseinheit in der Nineve-Ebene befürworten vor allem christliche Politiker, die dies als Instrument zur Bekämpfung der Abwanderung der – chaldäische, syrischen und assyrischen – Christen betrachten, die seit jeher in der Region leben. Sollte der Plan verwirklicht werden, dann wird die neue Verwaltungseinheit für eine Bevölkerung zuständig sein, die zu mindestens 40% aus Christen besteht. Dabei wird sie über einen eigenen Haushalt, eigene Behörden und eigene Sicherheitskräfte verfügen.
Die Initiative der irakischen Regierung wird von zahlreichen christlichen Gemeinden auch in der Diaspora begrüßt: Robert DeKalaita vom “Chaldean Assyrian Syriac Concil of America” bezeichnete den Entwurf als “wahr gewordenen Traum” und “ersten Schritt auf dem Weg zu einer praktischen Lösung der kritischen Lagen, in der unsere Gläubigen sein zehn Jahren leben”.
Unterdessen betonte der Lokalpolitiker Dildar Zebari, Mitglied und ehemaliger Vizepräsident der Provinzverwaltung, zu der die Nineve-Ebene derzeit noch gehört, dass die Regierung mit dem jüngsten Beschluss dem Druck aus dem Ausland nachgebe und die dabei die tatsächlichen Wünsche der einheimischen Gemeinden nicht berücksichtige. “Die Söhne von Ninive”, so Zebari, “betrachten sich als irakische Bürger und dies bedeutet auch die ungeteilte Zugehörigkeit zu den staatlichen Institution und nicht die Trennung der Nineve-Ebene vom Rest des Iraks”. (GV) (Agenzia Fides 23/1/2014).

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