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2014-01-20

AFRIKA/SÜDSUDAN - Kardinale Wako lanciert Friedensappell für den Südsudan

Juba (Fides)- Der Erzbischof von Karthum, Kardinale Gabriel Zubeir Wako, bittet die südsudanesischen Politiker in einem Appell darum, sich über ihre eigenen Interessen hinaus um eine Lösung für die Krise zu bemühen, in der sich das Land derzeit befindet.
Kardinal Wako, der sich derzeit zu einem Besuch in der südsudanesischen Hauptstadt Juba aufhält und dort an der Vollversammlung der Bischöfe des Sudan und des Südsudan teilnimmt, forderte die Menschen im Südsudan dazu auf, sich bewusst zu machen, dass alle Kinder Gottes sind und dass sich Brüder gegenseitig nicht töten sollen. Ausschreitungen zwischen den Anhängern des Staatspräsidenten Salva Kiir und des ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar haben zu einem ethnischen Konflikt zwischen den beiden größten Volksstämmen des Landes - Dinka und Nuer – geführt.
Unterdessen finden in Äthiopien Friedensverhandlungen zwischen den beiden gegnerischen Parteien statt, während der Konflikt im Land fortgeführt wird. Zu Gefechten kommt es insbesondere in Malakal im Staat Upper Nile (Nordosten). Am 18. Januar hat die Armee Bor, die Hauptstadt des Staates Jonglei (Osten) eingenommen. In diesen beiden Staaten befinden sich die größten Erdölvorkommen des Landes, um die sich die gegnerischen Parteien streiten. Zu ersten Ausschreitungen war es am 15. Dezember gekommen. Zu weiterer Gefechten kommt es auch im Staat Unity mit der Hauptstadt Bentiu.
Es wird befürchtet, dass, im Südsudan, sollten die Gefechte nicht bald beendet werden, erneut ein blutiger und zerstörerischer Bürgerkrieg ausbricht. Indes hat der Konflikt bereits internationale Tragweite erlangt: ugandische Truppen kämpfen an der Seite von Kiir und auch Kenia entsandte bereits Einheiten, die offiziell die Sicherheit kenianischer Staatsbürger im Land schützen sollen. (L.M.) (Fides 201/1/2014)

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