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2013-11-08

ASIEN/SYRIEN - Bischof Audo: Bei Gefechten in der Nähe der des Stromwerks von Aleppo droht Umweltkatastrophe

Aleppo (Agenzia Fides) - “Seit drei Tagen gibt es auch im Zentrum von Aleppo keinen Strom mehr. Nachdem es auch beim Stromwerk in al-Harrarieh zu Gefechten kam ist die Situation sehr gefährlich, den dort sind auch gefährliche Materialien gelagert”. Dies teilt Bischof Antoine Audo von Aleppo dem Fidesdienst mit.
In den vergangenen Tagen griffen dir Rebellen des “Islamischen Staates im Irak und in Syrien” (ISIL) das Stromwerk in al-Harrarieh an, wo für die Kühlung des Wassers auch Wasserstoff benutzt wird. Sollten die Wasserstoffanlagen bombardiert werden, hätte dies katastrophale Folgen in einem Umkreis von 20 Kilometern. Zudem befindet sich in der Nähe auch eine Chlorfabrik.
Bischof Audo beschreibt Aleppo als “entstellte und erschöpfte statt. Dies sieht man in den Augen der Einwohner. Seit fast drei Jahren leben die Menschen in einem Zustand der ständigen Verzweiflung. Es gibt keine Arbeit mehr, alle sind arm geworden. Caritas Syrien (deren Präsident der Bischof ist, Anm. d. R.) verteilt Lebensmittel und Medikamente, versorgt ältere Menschen, zahlt Mieten für Vertriebene und unterstützt die Schulen. Rund 90% unserer pastoralen Möglichkeiten widmen wir der Nothilfe, doch es reicht nicht aus”.
Im Konflikt, so der chaldäische Bischof weiter “versteht man heute nicht mehr, wer gegen wen kämpft. Die Regierungsarmee, kurdische und islamistische Brigaden, illegale Banden und die so genannte Freie Syrische Armee bekämpfen sich gegenseitig. In der Stadt hören wir oft den Lärm von Explosionen, wissen aber nicht, was wirklich geschieht. Obschon unter den Menschen der Eindruck entstanden ist, als ob es einen Wandel der geo-politischen Lage gibt und es der Regierungsarmee gelingen könnte, die verschiedenen Gruppen zu besiegen, die in Syrien kämpfen.
In den vergangenen Tagen gelang es den Regierungssoldaten Teile des seit Februar besetzten Flughafens zurückzuerobern. (GV) (Fidesdienst 8/11/2013).

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