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2013-09-13

AMERIKA/MEXIKO - Haus für Migranten oder Unterkunft für Ausgewiesene?

Tijuana (Fidesdienst) – „Das Haus der Migranten ‚Scalabrini’ und das Haus ‚Mariä Himmelfahrt’ nehmen in ihren Räumlichkeiten besonders viele Ausgewiesene auf, weil sie den Platz dafür haben, und helfen dabei Menschen unabhängig von der Religion“. So der Leiter des Imigrationsbüros von Baja California, Rudolfo Figueroa Pacheco, in einem Interview mit den Päpstlichen Missionswerken in Mexiko.
Seit 1987 wurden im Haus „Scalabrini“ über 190.000 Migranten aus Mexiko und anderen Ländern aufgenommen. In den vergangenen fünf Jahren handelte es sich bei 75% der Gäste um Migranten, die aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen wurde. Deshalb wäre nach Ansicht des Leiters des Hauses die Bezeichnung „Haus für Ausgewiesene“ zutreffender. In dem von den Scalabrini Schwestern geführten Haus ‚Mariä Himmelfahrt’ kommen vor allem Frauen und Kinder unter (rund 600 im Jahr).-
„Seit Anfang 2013 kamen insgesamt 68.183 Rückkehrer nach Baja California, „so Figueroa, „wobei die meisten mexikanischen Migranten aus den Staaten Michoacan, Guanajuato, Oaxaca und Guerrero kommen“.
Der Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke in Tijuana, Pfarrer Jaime Morales Crusalei, bestätigt, dass „in den Pfarreien jeden Tag Migranten ankommen, die um materielle Hilfe bitten. Diese Menschen müssen sich oft verstecken, weil sie von der Polizei auf der Straße kontrolliert werden und man sie als Verbrecher und Kriminelle betrachtet“.
In Mexiko hat der Reisepass eine Laufzeit von drei Jahren. Da es vielen Auswanderern nicht möglich war im Ausland das Dokument zu erneuern, halten sie sich bei der Rückkehr oft ohne gültigen Ausweis im eigenen Land auf. „Hierzu betont Pfarrer Jaime Morales; dass „die Behörden sind in solchen Fällen unerbittlich… Mit ihren Sozialprogrammen versucht die Kirche auf das Problem aufmerksam zu machen. Denn es geht beim Schutz von Migranten auch um die Achtung der Menschenrechte“. (CE) (Fidesdienst, 13/09/2013)

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