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2013-07-19

AFRIKA/ÄGYPTEN - In der Kommission für die Revision der provisorischen Verfassung werden auch Christen vertreten sein

Kairo (Fidesdienst) – „In den kommenden Stunden“, so der koptisch-katholische Bischof von Minya, Botros Fahim Awad Hanna, zum Fidesdiesnt, „wird Präsident Adly Mansur ein Dekret unterschreiben, mit dem eine etwa 50köpfige Kommission gebildet werden soll, die eine sich mit einer Revision der provisorischen Verfassung befassen wird. Die Arbeiten der Kommission könnten bereits nächste Woche beginnen“.
In den vergangenen Tagen hatten ägyptische Christen dem Übergangs-Präsidenten Mansur zwei Memoranden vorgelegt – eines im Namen der koptisch-orthodoxen Kirche und ein anderes im Namen der Katholiken – in der sie Kritik am Text der provisorischen Verfassung übten, die mit einem Präsidentschaftsdekret in der Nacht des 8. Juli verabschiedet worden war und die in den kommenden Monaten für die Zeit des Übergangs nach dem Sturz des Präsidenten Mursi in Kraft beleiben sollte. Vertreter der christlichen Glaubensgemeinschaft hatten als erste Zweifel an der provisorischen Verfassung geäußert, die von säkularen und liberalen Gruppen kritisiert worden war. „De facto hatte der neue provisorische Text bei Themen, die den Christen besonders am Herzen liege, die islamistische Linie der unter Mursi verabschiedeten Verfassung beibehalten. Es hatte sich nichts geändert“, so der lateinerische Apostolische Vikar von Alexandien, Bischof Adel Zaki (ofm) zum Fidesdienst.
Mehrere Delegierte der verschiedenen Kirchen und christlichen Gemeinschaften in Ägypten werden in der neuen Kommission für die Verfassungsrevision vertreten sein. Die Vertreter der koptisch-orthodoxen Kirche sollen von Bischof Anba Boula geleitet werden, während die die Katholiken voraussichtlich von einem katholischen Rechtsexperten vertreten sein werden. (GV) (Fidesdienst, 19/07/2013)

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