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2013-07-08

AFRIKA/ÄGYPTEN – Ausländische Gruppen drohen nach Ägypten zu kommen und den Muslimbrüdern zu helfen

Kairo ( Fidesdienst)-“Wir hoffen, dass bald wieder Ruhe einkehrt, aber wir keine Ahnung, wie sich die Situation weiter entwickeln wird“, erklärt P. Rafic Greiche gegenüber dem Fidesdienst. Der Kommunikationsverantwortliche Der Bischöfe sagt, dass die Auseinandersetzungen seiner Wohngegend immer näher kommen.
Bei den Auseinandersetzungen vor dem Sitz der Republikanischen Garde sind wenigstens 42 Menschen gestorben und 300 wurden verwundet. Dem Klima der Gewalt ist auch ein koptischer Priester am 6. Juli zum Opfer gefallen. Das geschah in El Arish, einer Stadt auf der Sinai-Halbinsel, an der Grenze zum Gaza-Streifen.
„Die koptische Kirche von El Arish, deren Pfarrer getötet wurde, war schon vor 3 Monaten angegriffen und verbrannt worden“, erinnert P. Greiche. „Der Sinai ist eine Gegend, über die der Staat aufgrund der Präsenz von verschiedenen bewaffneten Jihad Gruppen und anderen keine Kontrolle mehr hat.
Einer gerade vor Kurzem eingetroffenen Nachricht zufolge hat die Führung der Muslimbrüder einen Appell ans ägyptische Volk gerichtet, sich gegen die Armee aufzulehnen (die Präsident Morsi abgesetzt hatte).
Wir fragen P. Greiche, ob Ägypten sich seiner Ansicht nach am Rande eines Bürgerkriegs befindet. „Technisch gesehen spielt sich ein Bürgerkrieg zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen ab“, antwortet er. „In diesem Augenblick gibt es nur eine Auseinandersetzung zwischen einer Mehrheit und einer organisierten Minderheit und der Armme und Polizei, die die Kämpfenden trennen.“ „ Es ist kein Bürgerkrieg wie in Syrien“, wenigstens noch nicht, denn – fügt P. Rafic hinzu - „Palestinenser-Gruppen und syrische Gruppen haben behauptet, sie wollten nach Ägypten kommen, um dort das Chaos zu schaffen.“ Außerdem kommen weiterhin aus Libyien Waffen ins Land, die aus den ausgeraubten Lagern des verstorbenen Gheddafi oder aus den Waffenlagern stammen, die die NATO und andere arabische Länder den Rebellen geschenkt haben. (L.M.) ( Fidesdienst 8/7/2013)

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