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2013-07-03

AFRIKA/ÄGYPTEN – Warten auf die Reaktion des Heeres. Die Kriche könnte in die Pläne zur Beilegung der Krise einbezogen werden

Minya (Fidesdienst) – Nach der Rede von Präsident Morsi – der am Abend des 2. Juli seine feste Absicht bis zum Mandatsende in seinem durch demokratische Wahlen bestimmten Amt zu bleiben bestätigt hat - „ist das Volk enttäuscht , fürchtet den Ausbruch einer Gewaltserie und erwartet nun den Schritt, den das Heer nach Ablauf des 48stündigen Ultimatums unternehmen wird, das es der Regierung gestellt hatte. Das Ultimatum läuft heute Nachmittag ab.“ So beschreibt der koptisch-katholische Bischof von Minza, Fahim Awad Hanna, dem Fidesdienst gegenüber das Klima der Unsicherheit und Besorgnis, das in diesen Stunden über dem ganzen Land lastet, in einer gesellschaftspolitischen Krise, die in einen Bürgerkrieg auszuarten droht. Die Zusammenstöße zwischen den Millionen anti-Morsi-Demonstranten und den den pro-Regierungs-Gruppen, die an die Muslim-Brüderschaft gebunden sind, haben bereits mehr als 10 Tote und Hunderte von Verletzten gefordert. Anba Hanna bestätigte, dass „in den in diesen Tagen zirkulierenden Plänen zur Organisation der Transitionsphase nach einer möglichen Machtaufgabe seitens Morsi hofft manch einer, dass auch die Universität Al Azhar und Vertreter der koptischen Kirche einebzogen werden, das sie zu einer ausgewogenen Lösung der Krise beitragen könnten:“ Der koptische Bischof von Minya schränkt auch den Alarm über Fälle von sexueller Gewalt drastisch ein, die sich auf dem Tahrir-Platz und an anderen Demonstrationspunkten ereignet haben sollen: „Das sind aufgeblähte Berichte. Es gab ein oder zwei Fälle. Das Gerücht über zig Fälle von Gewaltanwendung gegen Frauen auf den revoltierenden Plätzen stammt immert aus regierungsnahen Quellen und Aus den Reihen der Muslimbrüder, die im Westen unkritisch übernommen werden. Es handelt sich um eine Verleumdungskampagne, um das Bild der Millionen Demonstranten zu beschmutzen, die in diesen Tagen sich mit einem ganz präszisen Ziel aufgelehnt haben: ihren Missmut über die Regierung zum Ausdruck zu bringen und Präsident Morsis Rücktritt zu fordern.“(GV) ( Fidesdienst 3/7/2013)

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