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2013-03-13

AMERIKA/MEXIKO - Aktion „Freiwillige Entwaffnung“: rund 4.000 Waffen wurden bereits abgegeben

Cuajimalpa (Fidesdienst) – Rund 4.000 Waffen wurden seit dem 24. Dezember im Rahmen der Aktion „Für deine Familie, freiwillige Entwaffnung“ abgegeben. Wer seine Waffe freiwillig abgibt erhält bei der Kampagne dafür eine Geldprämie oder Lebensmittelpakete.
Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, gab die Sekretärin der Abteilung für Entwicklung im Bundesstaat Mexiko, Rosa Icela Rodriguez, bekannt, dass die Aktion in verschiedenen Verwaltungsbezirken durchgeführt wurde, darunter Cuajimalpa, Iztapalapa. Gustavo A. Madero, Tlahuac, Miguel Hidalgo, Venustiano Carranza und Iztacalco.
Die Aktion wird auch von der katholischen Kirche unterstützt, die Räumlichkeiten für die Abgabe der Waffen zur Verfügung stellt und dabei das Vertrauen der Menschen genießt (vgl. Fidesdienst vom 10/01/2013). Eingesammelt wurden bisher 2.799 Pistolen, 836 Gewehre, 281 Granaten, eine Bombe und zwei Raketen. Insgesamt wurden im Tausch dafür 318.900 Pesos zur Verfügung gestellt, die für den Kauf von 531 Fahrrädern, 195 Tablets, sieben Laptops und 92 Haushaltsgeräte benutz wurden. In einigen Fällen wurde das Geld auch bar ausgezahlt.
Die Initiative ist von besonderer Bedeutung auch mit Blick auf die Tatsache, dass in den vergangenen Monaten neue so genannte „Selbstschutz“-Gruppen entstanden sind, die auf eigene Initiativ gegen Kriminelle und Drogenhändler vorgehen wollen. Die Mitglieder dieser Gruppen gehen bewaffnet und maskiert durch Dörfer eines Landes, in dem 99% der Verbrechen unbestraft bleiben und über 70.000 Menschen Opfer von Verbrecherbanden wurden. Außerdem wurden in der Zeit zwischen 2006 und 2012 insgesamt 70.000 Menschen verschleppt. (CE) (Fidesdienst, 13/03/2013)

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