ASIEN/PAKISTAN - Marienstatue in einer katholischen Pfarrei in Faisalabad geschändet

Dienstag, 11 Dezember 2012

Lahore (Fidesdienst) – In einer katholischen Kirche in Chak Jhumra in der Diözese Faisalabad (Punjab) wurde am 30. November eine Marienstatue mit Steinen beschmissen. Im Februar 2010 hielten sich in der Pfarrei zwei Mitglieder des Kamillianerordens auf, der Italiener Luca Perletti, Generalsekretär des Ordens und der pakistanische Pater Mushtaq Anjum. Pater Anjum, der seit 12 Jahren als Missionar auf den Philippinen tätig ist, und aus der Diözese Faisalabad stammt berichtet dem Fidesdienst über den Vorfall.
„Für diese Geste der Gewalt ist ein junger 26jähriger Muslim verantwortlich“, so P. Mushtaq. „Der Vorfall erregte besonderes Aufsehen, da eine Marienstatue geschändet wurde, die auch von den Muslimen verehrt wird“. In seinem Bericht bekräftigt der Kamillianer: „Damit in der Gesellschaft Recht und Ordnung respektiert werden, sollten solche Vorfälle nicht verschwiegen werden und Täter dürfen nicht straffrei bleiben. Diese Tat beleidigt das Empfinden der christlichen Minderheit zutiefst. Vorfälle wie dieser dürfen trotzdem den Dialog mit den Muslimen nicht beeinträchtigen. Die Regierung Pakistans sollte jedoch die Rechte der Minderheiten respektieren und ihnen einen sicheren Ort bieten, wo sie als pakistanische Bürger mit gleichen Rechten leben können“, so der Missionar abschließend. Die katholische Pfarrei Chak Jhumra wurde von den Dominikanern im Jahr 1948 gegründet und später vom Diözesanklerus übernommen. Seit 1983 ist die Missionsgesellschaft des heiligen Paulus (mssp) für die Pfarrei verantwortlich. (MA/AP) (Fidesdienst, 11/12/2012)


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