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America

2012-12-07

AMERIKA/CHILE - Kirche äußert sich besorgt über Ausschreitungen in Freirina

Freirina (Fidesdienst) – Seit dem frühen Morgen des 6. Dezember kam es in der Stadt Freirina im Süden der chilenischen Diözese Copiapó zu Unruhen. Wie aus einer Verlautbarung der Chilenischen Bischofskonferenz hervorgeht, äußerte sich Bischof Gaspar Quintana sehr besorgt über die Ereignisse: Straßenblockaden der Bürger hatten zu Ausschreitungen mit den Sicherheitsbeauftragten des Unternehmens Agrosuper und später mit Polizeibeamten geführt. Seit langem hatten die Einwohner der Region auf die schwierige Lage in Freirina hingewiesen, war es zu wenig Wasser gibt und die Luft verschmutzt ist und Umweltschäden das Leben der Menschen beinträchtigen, so dass sie eine bessere Lebensqualität und die Achtung der eigenen Rechte fordern.
Bei den Unruhen wurden acht Personen festgenommen. Eine Person wurde verletzt und musste im Provinzkrankenhaus in Valenar behandelt werden. Wie aus ersten Ermittlungen hervorgeht, hatte sich die Situation zugespitzt nachdem die Gesundheitsbehörden in der Region Atacama die Industrieanlage in Atacama wieder eröffnet hatten, die vor einiger Zeit geschlossen worden war (vgl. Fidesdienst vom 21/05/2012 und 23/05/2012). Außerdem wurde in der 15 Kilometer entfernte Stadt Huasco die der Bau eines Wärmekraftwerks genehmigt wurde.
In einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt, heißt es, dass die Priester der Region, insbesondere in Freirina und Vallenar, die Gemeinden unterstützen. Pfarrer Mauricio Arancibia, der eine Gemeinde in Vallenar betreut, besuchte die Gemeinde besuchten den verletzten Yahir Rojas im Krankenhaus, dessen Gesundheitszustand weiterhin kritisch bleibt. Nach Angaben der Demonstranten wurde Rojas von den Sicherheitsbeamten des Unternehmens festgehalten, die zunächst auf ihn eingeschlagen und ihn dann der Polizei übergeben haben sollen. Bischof Gaspar Quintana von Copiapó und der Generalvikar der Diözese besuchten am gestrigen Nachmittag die Gemeinde Freirina und trafen sich zu Gesprächen mit den lokalen Behörden. (CE) (Fidesdienst, 07/12/2012)

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