AFRIKA/ÄGYPTEN - Bischof Zaki: Kirchenvertreter sollten auf einen Aufruf zum Boykott des Verfassungsreferendums verzichten

Donnerstag, 6 Dezember 2012

Alexandria (Fidesdienst) – Die neue Verfassung, über die der ägyptische Präsident Mursi in einer Volksbefragung am kommenden 15. Dezember abstimmen lassen will „spaltet das Land und darf nicht zu einem Test für die Einheit der Nation werden. Die negativen Reaktionen der vergangenen Tage zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung diesen Text ablehnt, der mit großer Eile formuliert wurde. Dieser Teil der Bevölkerung sollte nicht ignoriert werden“, so der Apostolische Vikar von Alexandria Bischof Adel Zaki (ofm) zum Fidesdienst. Nach Ansicht des Bischofs des lateinischen Ritus sollten sich auch gleichsam Kirchenvertreter nicht zu einem eventuellen Boykott des Referendums äußern. „Die Kirchen sollen die Gewissen erleuchten und den Erkenntnisprozess auf der Grundlage der Kriterien der Gerechtigkeit und des Gemeinwohls begünstigen“, so Bischof Zaki, „doch jeder einzelne soll nach dem eigenen Gewissen und frei entscheiden. Die Kirche darf die Christen nicht verbindlich zum Boykott des Referendums auffordern.“ Angesichts der wachsenden Gewalt und eines drohenden Bürgerkriegs sagt Bischof Zaki: „Wir müssen die Arbeit alle Kräfte der Zivilgesellschaft unterstützen, die zu einem Dialog zwischen den Konfliktparteien aufrufen“ (GV) (Fidesdienst, 06/12/2012)


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