AMERIKA/MEXIKO - Bischof Arizmendi Esquivel bittet um „Verzicht auf Gewalt“

Montag, 26 November 2012

Chiapas (Fidesdienst) – Am gestrigen 25. November wurde in der Gemeinde Venustiano Carranza im mexikanischen Bundesstaat Chiapas der Sohn des Vorstehers einer Landgemeinde ermordet. Bewaffnete Männer feuerten insgesamt acht Schüsse auf den 33jährigen Luis Angel Hidalgo ab. Wie aus einheimischen Presseberichten vorgeht steht das Delikt in Verbindung mit Konflikten zwischen den Landegemeinden auf der zentralen Hochebene in Chiapas, wo die einheimischen Bauern gegen die vom Staat anerkannte Organisation „Emiliano Zapata – Casa del Pueblo (OCEZ)“ vorgehen, die derzeit Mittel und Aktivitäten der Landgemeinden verwaltet. Luis Angel Hidalgo war der Sohn eines ehemaligen Mitarbeiters der OCEZ, der vor kurzem mit weiteren 48 Bauern aus der Oraganisation ausgeschlossen worden war, nachdem es am 25. September zu einem Angriff auf Vertreter der Gemeindeverwaltung gekommen war.
Bischof Felipe Arizmendi Esquivel von San Cristobal de Las Casas, hatte kurz nach dem Vorfall die beteiligten Bauern gebeten, nicht mehr mit Waffengewalt vorzugehen und auf jede Art der Aggression zu verzichten. Das Engagement für die eigenen Reche sei wichtig, aber man müsse dabei auch die Rechte anderer Gruppen und Organisationen anerkennen. „Gewalt führt zu Spaltungen unter den verschiedenen Landgemeinden“, bedauerte der Bischof in diesem Zusammenhang. (CE) (Fidesdienst, 26/11/2012)


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