AMERIKA/MEXIKO - „Karawane der Mütter“ ist auf der Suche nach den eigenen Söhnen in Mexiko angekommen

Mittwoch, 17 Oktober 2012

Tenosique (Fidesdienst) – Die „Karawane der Mütter“ findet alljährlich seit 2006 statt. Es nehmen Mütter aus mittelamerikanischen Ländern teil, die nach ihren Söhnen suchen, die über Mexiko versucht haben, in die USA einzureisen und zu denen diese Mütter keinen Kontakt mehr haben. Im Rahmen ihrer Initiative fordern die Mütter von den Behörden Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt gegen illegale Auswanderer, zu denen es insbesondere in Mexiko kommt.
Dieses Jahr schlossen sich insgesamt 45 Mütter aus Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua der Initiative an (vgl. Fidesdienst vom 13/10/2012). Bei der Ankunft in der mexikanischen Stadt Tensosique wurden die Mütter nach Angeben einer Sprecherin der Bewegung „Movimento de Migrantes Mesoamericano“ (MMM), Martha Sanchez, dort von Menschenrechtsaktivisten begrüßt, die sich für illegale Auswanderer und Opfer der Gewalt einsetzen. Die Mütter nahmen an einem Gottesdienst mit einem katholischen Priester teil, der die Migrantenunterkunft „LA 72“ betreut. Innerhalb der kommenden 19 Tage werden die Mütter 23 Städte in 14 mexikanischen Staaten besuchen. Die Initiative wird am 3. November in Ciudad Hidalgo (Chiapas) zu Ende gehen. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, werden die Mütter auf der Suche nach ihren Söhnen auch in Krankenhäusern, Leichenhallen und verschiedenen öffentlichen Einrichtungen Halt machen.
Ruben Figueroa, der für die Koordinierung der Initiative verantwortlich ist, berichtet, dass im vergangenen Jahr vier Angehörige gefunden wurden. “Dieses Ergebnis entlohnt uns für die Anstrengungen, die diese Frauen auf der Suche nach ihren Söhnen auf sich nehmen“, so Martha Sanchez. (CE) (Fidesdienst, 17/10/2012)


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