ASIEN/PAKISTAN - Anklagen gegen christliche Jugendliche wegen Blasphemie: Verhandlung im Fall Rimsha um einen Monat vertagt; Sms im Fall Ryan vielleicht von einem muslimischen Freund geschrieben

Mittwoch, 17 Oktober 2012

Islamabad (Fidesdienst) – Die beiden Fällen, der in Pakistan wegen Blasphemie angeklagten christlichen Jugendlichen, halten die christliche Glaubensgemeinschaft in Pakistan weiterhin in Atem. Es handelt sich dabei um die 12jährige Rimsha Mashi, die von einem Imam in Rawalpindi fälschlicher Weise angeklagt und inzwischen gegen Kaution aus der Haft entlassen wurde; und um den 14jährigen Ryan Brian Patras aus Karachi, der eine islamfeindliche Kurzmitteilung verschickt haben soll. Gegen den Jungen wurde offiziell Anzeige erstattet, er hält sich derzeit mit seiner Familie an einem sicheren Ort auf-
Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, hat das Oberste Gereicht in Islamabad, die Verhandlung im Fall Rimsha um einen Monat vertagt. Das Oberste Gericht wird darüber entscheiden müssen, ob die Anklage (First Information Report) gegen das Mädchen annulliert wird.
Im Fall Ryan Brian Patras bat die Familie, deren Haus von radikalislamischen Extremisten verwüstet wurde (vgl. Fidesdienst vom 12/10/2012) und den Rechtsbeistand des Anwalts und Pastors Mustaq Gill. Die Familie Patras lebte als einzige christliche Familie in einem wohlhabenden Stadtviertel in Karachi. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, teilte die Familie Patras mit, dass das Mobiltelfon des Sohnes auch von muslimischen Freunden benutzt wurde, die die islamfeindliche Kurzmitteilung verschickt haben könnten. Ryan hatte zunächst erklärt, er habe nicht bemerkt eine Mitteilung verschickt zu haben oder dies ohne aufmerksame Lektüre getan zu haben. Doch nun erinnert er sich, dass er das Mobiltelefon auch von Freunden benutzt wurde. In diesem Fall wäre Ryan nur ein Opfer. Im Gespräch mit dem Fidesdienst betont Gill: „Dies ist eine sehr gefährliche Tendenz, und Christen werden oft zur Zielscheibe, wenn der Blasphemie-Paragraph zu ihrem Nachteil missbraucht wird“. (PA) (Fidesdienst, 17/10/2012)


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