AMERIKA/MEXIKO - Katholische Kirche zu den Missständen in der Gefängnisverwaltung: „Korruption ist weit verbreitet“

Dienstag, 16 Oktober 2012

Mexiko City (Fidesdienst) – „Korruption und Menschenrechtsverstöße sind in den Gefängnissen unseres Landes weit verbreitet. Diese Korruption auf allen Ebenen des Systems und in der Verwaltung zeigt, dass auf diese Weise Kriminalität nicht verhindert werden kann und dass es für Inhaftierte nicht einfach ist, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden“, heißt es in einem Leitartikel der katholischen Wochenzeitung der Erzdiözese Mexiko City, „Desde la Fe“. Vor einem solchen Hintergrund seien neue Methoden der Justiz erforderlich, darunter kürzere Haftstrafen und qualifiziertes Personal in Gefängnissen.
In Mexiko verbüßen in den rund 500 Vollzugsanstalten des Landes insgesamt 225.000 eine Haftstrafe. Rund weiter 100.000 zu Haftstrafen verurteilte Straftäter wurden auf Bewährung freigelassen. Damit sind rund 325.000 mexikanische Familien von der Erfahrung einer Haftstrafe betroffen. Die Botschaft der Erzdiözese ist unmissverständlich: „Wir tragen alle soziale Verantwortung und müssen alle zur Prävention gegen Kriminalität und zur Förderung von Frieden und Gewaltlosigkeit beitragen.“ (CE) (Fidesdienst, 16/10/2012)


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