VATIKAN - Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils: die Missionsgebiete unter Leitung von „Propaganda Fide“

Mittwoch, 10 Oktober 2012

Vatikanstadt (Fidesdienst) – Wie aus den vom Fidesdienstes am 17. Oktober 1962 veröffentlichten Daten hervorgeht unterstanden zum Zeitpunkt der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils (11. Oktober 1962) insgesamt 751 Kirchsprengel (Erzdiözesen, Diözesen, Territorialabteien, Apostolische Vikariate, Apostolische Präfekturen und Missionen ‚sui juris’) der damaligen „Heiligen Kongregation de Propaganda Fide“. Nach Kontinenten aufgeteilt entstand folgendes Bild: 257 in Afrika, 81 in Amerika, 334 in Asien, 19 in Europa und 60 in Ozeanien. Zum 10. Oktober 2012 sind der Kongregation für die Evangelisierung der Völker 1.103 Kirchsprengel anvertraut (502 in Afrika, 79 in Amerika, 476 in Asien und 46 in Ozeanien).
Der Fidesdienst widmete die Ausgabe vom 4. August 1962 dem „Jahr der Mission 1961-1962“. Es folgen damals veröffentlichte Informationen zur Situation in Afrika und Asien:
„AFRIKA – Die politische Situation in Afrika hat sich in den vergangenen beiden Jahren sehr geändert; viele ehemalige Kolonien und Mandatsgebiete wurden unabhängige Staaten. Obschon der Machtwechsel in den meisten Fällen Friedlich verlief wirkten sich die Veränderungen doch auf die Missionen aus, wo es zu Unruhen kam und Schäden verursacht wurden. Die Zahl der neu ankommenden Missionare geht zurück, während das Personal vor Ort nun oft überlastet ist. Am 30. Juni 1961 gab es in den der Kongregation für die Evangelisierung der Völker anvertrauten Gebieten in Afrika rund 22 Millionen Katholiken, während es im Jahr 1959 noch 17.740.000 waren. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Priester in diesen Gebieten von 12.000 auf 12.500 an, die Zahl der Ordensbrüder stieg von 4.680 auf 4.800, der Schwestern von 21.400 auf 22.000. Dies bedeutet, dass die Notwendigkeit neuer Priester, Ordensbrüder uns Schwestern sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland von Tat zu Tag steigt und zwar nicht nur, um Millionen Menschen, die dieses noch nicht empfangen haben, das Licht des Evangeliums zu bringen, sondern auch um das Glaubensleben der Katholiken zu vertiefen… Die Zahl der Laienmissionare ist nicht mehr so gering, dass die Ankunft jedes einzelnen in Afrika gemeldet werden müsste, denn auf dem Kontinent steigt ihre Zahl stetig… In vielen afrikanischen Ländern engagieren sich einheimische Katholiken im Bereich des Laienapostolats und treten der Katholischen Jugend, der Legio Mariae, etc. bei.
ASIEN – Zum 30. Juni 1961 gab es in den asiatischen Missionsgebieten – mit Ausnahme der Länder mit kommunistischer Regierung – insgesamt 10.575.000 Katholiken, während die Anzahl im Jahr 1959 bei 9.700.000 lag. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der einheimischen Priester von 6.500 auf 6.900, während die Zahl der Priester insgesamt von 11.800 auf 12.500 anstieg, die Zahl der Laienbrüder steig von 4.160 auf 4.400 und die Zahl der Schwestern von 31.340 auf 34.860. Das wichtigste kirchliche Ereignis in Asien war die Errichtung der katholischen Hierarchie in Korea.“. (SL) (Fidesdienst, 10/10/2012)


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