ASIEN/SYRIEN - Appell der christlichen Kirchen: „Wir müssen das religiöse, historische und kulturelle Erbe des Landes retten“

Dienstag, 2 Oktober 2012

Damaskus (Fidesdienst) – Die christlichen Kirchen in Syrien bitten in einem beherzten Appell um den Erhalt der Kulturgüter des Landes: „Wir schließen uns dem Appell der internationalen Institutionen an und bitten um den Erhalt des Weltkulturerbes und der kulturellen Schätze Syriens. Wir müssen dringend das religiöse, historische und kulturelle Erbe unseres Landes retten!“, heißt es in dem gemeinsamen Aufruf der Religionsvertreter, der nach der Zerstörung des historischen Markts in der Altstadt von Aleppo veröffentlicht wurde. Die christlichen Religionsvertreter aller Konfessionen appellieren an die UNESCO, die Kongregation für die Orientalischen Kirchen und den Päpstlichen Kulturrat.
„Die Gefechte weiten sich auf kulturell wichtige Gebiete aus, wie zum Beispiel Palmyra und Apamae, die historischen Altstädte und Museen und gefährden damit kostbare Kulturgüter“, so die Religionsvertreter des Landes. „Religiöse Einrichtungen (Synagogen, Moscheen, Kirchen, Klöster und Heiligtümer) werden zu militärischen Zwecken genutzt, was zu deren progressiver Verwüstung führt“. Die Bischöfe warnen auch vor denjenigen „die die chaotische Situation ausnutzen und historische Gebäude plündern“. „Wir appellieren an die Konfliktparteien“, so die Religionsvertreter abschließend, „mit der Bitte um die Verschonung geschützter Gebiete und den Verzicht auf deren militärische Nutzung. Wir beten dafür, dass der Konflikt in Syrien mit Weisheit und Gerechtigkeit durch Aussöhnung beendet werden wird“. (PA) (Fidesdienst, 02/10/2012)


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