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Africa

2012-09-24

AFRIKA/SÜDSUDAN - Comboni Missionare fordern Abschaffung der Todesstrafe

Juba (Fidesdiesnt) – Die im Südsudan tätigen Comboni Missionare (mccj) brachten eine Petition auf den Weg, in der sie die Abschaffung der Todesstraffe in dem jungen afrikanischen Staat fordern. Mit ihrer Petition wenden sich die Missionare an die Bischöfe des Sudan und des Südsudan, die derzeit im Rahmen ihrer Vollversammlung in Juba tagen (vgl. Fidesdienst vom 20/09/2012). „In den vergangenen zwei Wochen hat der Südsudan mit der Vollstreckung verschiedener Todesurteile begonnen: mindestens vier Männer wurden in Juba und einer in Wau hingerichtet“, heißt es in der vom stellvertretenden Provinzoberen der Comboni Missionare für den Südsudan, P. Joe Vieira, unterzeichneten Petition, die dem Fidesdienst vorliegt.
Der Artikel 21 der provisorischen Verfassung des Südsudan (der erst seit Juli dieses Jahres unabhängig ist), sieht die Verhängung einer Todesstrafe nur in „extrem schweren Fällen“ vor. Außerdem „dürfen Minderjährige im Alter unter 18 Jahren und Personen im Alter über 70 Jahren oder schwangere und stillende Frauen bis zu zwei Jahren nach der Stillzeit nicht zum Tode verurteilt werden.“
Die Comboni Missionare zitieren in ihre Petition auch das Nachsynodale Apostolische Schreiben von Papst Benedikt XVI. „Africae Munus“ und den darin zum Ausdruck gebrachten Wunsch nach Abschaffung der Todesstrafe in Afrika. Sie fordern die Sudanesische Bischofskonferenz auf, sich mit der Bitte um die Aussetzung der Todesstrafe an den Präsidenten Salva Kir Mayardit zu wenden. Gleichsam sollen sie in einer Petition an die Kommission für die Verfassungsrevision die endgültige Abschaffung der Todesstrafe fordern. Schließlich sollen sich auch die katholischen „Justitia et Pax“-Kommissionen dafür einsetzen, dass eine Kampagne für die Abschaffung der Todesstrafe auf den Weg gebracht wird. (LM) (Fidesdienst, 24/09/2012)

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