AFRIKA/KENIA - Über 100 Tote bei Stammeskonflikten: Kirche fordert von Politkern Verzicht auf „provokatorische Erklärungen“

Dienstag, 18 September 2012

Nairobi (Fidesdienst) – Die Entdeckung eines Massengrabs im „Tana River District“ in Kenia lässt vermuten, dass bei Stammeskonflikten zwischen Pokomo und Orma an der Region über 100 Menschen ums Leben kamen (vgl. Fidesdienst vom 13/09/2012).
Die Gewalt wurde von der Bischofskonferenz in einer Erklärung mit dem Titel „Ein Aufruf zu Frieden und Harmonie: ihr sollte nicht töten“, verurteilt. Die Erklärung wurde vom Erzbischof von Nairobi, Kardinal John Njue, unterzeichnet. Der Kardinal fordert Initiativen der Aussöhnung und Hilfsprogramme für die beiden Stämme und fordert gleichsam die Politiker auf, die Konflikte nicht weiter zu schüren: „Politiker sollten nicht mit dem Finger auf die eine oder die andere Gruppe zeigen und provokatorische Erklärungen abgeben“.
Die Regierung bittet der Kardinal um die Schaffung eines Ermittlungsausschusses zu den jüngsten Unruhen. „Wir bitten die Gemeinden in der Region in im ganzen Land um Einsatz für Frieden und Harmonie. Als Bürger Kenias müssen wir von Gewalt gegen unsere Brüder und Schwestern Abstand nehmen“, so der Kardinal weiter. Die Regierung entsandte unterdessen Sondereinheiten der in die Region und brachte eine Ermittlungskommission auf den Weg (LM) (Fidesdienst, 18/09/2012)


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