AMERIKA/PERU- Proteste in der Region Cajamarca: Präsident kündigt Mittlertätigkeit der Kirche an

Montag, 9 Juli 2012

Lima (Fidesdienst) – Nachdem die Einwohner der Region Cajamraca in der vergangenen Woche täglich gegen das Bergwerksprojekt Conga protestierten und bei dien Protesten fünf Menschen ums Leben kamen, verlängerte die Regierung den Ausnahmezustand in der Region (vgl. Fidesdienst vom 05/07/2012 und 04/07/2012), kündigte aber gleichsam die Mittlertätigkeit der katholischen Kirche zu Beginn eines Dialogs an. Staatspräsident Ollanta Humala gab eine entsprechende Erklärung gegenüber der einheimischen Presse ab.
In einer Mitteilung, die dem Fidesdienst vorliegt, wird bestätigt, dass der Präsident der Region Cajamarca, Gregorio Santo, am heutigen 9. Juli Bischof Miguel Cabrejos und Pfarrer Gaston Garete empfangen wird. Im Rahmen des Gesprächs sollen Details im Hinblick auf den geplanten Dialog festgelegt und Wege für eine endgültige Lösung des Problems erörtert werden.
Die Einwohner der Region Cajamarca demonstrieren bereits seit über einem Monat gegen das geplante Bergwerksprojekt Conga, das Investitionen im Umfang von rund 4,8 Milliarden Dollar vorsieht. Die Bevölkerung warnt vor einer möglichen Verschmutzung des Grundwassers und den sich daraus ergebenden Folgen für die Einheimischen. Die Regierung hatte bereits die eigenen Zustimmung zum Beginn der Arbeiten erteilt, nachdem die von Präsident Ollanta Humala gestellten Bedingungen von der an dem Bergwerksprojekt beteiligten Gesellschaft Yanacocha akzeptiert worden waren, darunter der Erhalt von zwei der insgesamt vier Seen in der Region, die zum Abbau von Kupfer stillgelegt werden sollten, die Garantie von Wasserreserven und die Schaffung eines Sozialfonds und von rund 10.000 neuen Arbeitsplätzen. Die Einwohner sind jedoch skeptisch, was die Einhaltung der Versprechungen seitens der Bergwerksgesellschaften anbelangt. (CE) (Fidesdienst, 09/07/2012)


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