AMERIKA/BOLIVIEN - Streik der Polizeibeamten: Kirche bittet um Gewaltverzicht und Dialog

Dienstag, 26 Juni 2012

La Paz (Fidesdienst) – Die katholische Kirche forderte im Zusammenhang mit den jüngsten Streiks der Polizeibeamten sowohl di bolivianische Regierung und als auch Polizeivertreter zum Gewaltverzicht und einem friedlichen Dialog auf-
Der Generalsekretär der Bolivianischen Bischofskonferenz (CEB), Bischof Oscar Aparicio, bat im Namen der Kirche um „einen offenen und verantwortlichen Dialog, um Gewalt und deren unerfreuliche Folgen zu verhindern“. „Außerdem rechtfertigt keine Forderung, so legitim sie auch sein Mag, die Tatsache, dass Bürger nicht geschützt werden“, so Bischof Aparicio im Hinblick auf die Erklärung der Polizei, man werde keinen Streifendienst mehr durchführen, um damit die Forderung nach höheren Gehältern durchzusetzen.
In rund 20 Einheiten und Kommandozentralen im ganzen Land streiken bolivianische Polizeibeamte. Dabei kam es auch zu Plünderungen in der eigenen Büros und eines Disziplinargerichts in der Nähe des Präsidentenpalasts in La Paz.
Wie aus Daten hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegen, fordern die streikenden Polizeibeamten einen Mindestlohn von 2.000 Bolivianos (287 Dollar), Renten im Umfang von 100% des Gehalts, und die Annullierung der eines Gesetzes, die ihnen die öffentliche Meinungsäußerung untersagt. Der bolivianische Innenminister Carlos Romero erklärte sich unterdessen zu Verhandlungen im Hinblick auf die Gehaltsforderungen bereit, äußerte sich jedoch bisher nicht zu den anderen beiden Forderungen. (CE) (Fidesdienst, 26/06/2012)


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