AMERIKA/PERU - Sexuelle Kontakte unter Minderjährigen: Bischöfe lehnen Änderung des Strafgesetzes ab

Samstag, 23 Juni 2012

Lima (Fidesdienst) – Die Peruanische Bischofskonferenz lehnt einen Gesetzentwurf ab, mit dem der Geschlechtsverkehr zwischen Minderjährigen legalisiert werden soll: ein solches Gesetz trage fördere „Sittenlosigkeit und sexuelle Kontakte zu häufig wechselnden Partnern“, heißt es in einer Verlautbarung des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Salvador Pineiro von Ayacucha. In seinem Schreiben erinnert der Eruzbischof auch an die Verantwortung der Eltern für die sexuelle Erziehung der Minderjährigen und fordert die zuständigen Behörden zu mehr „Verantwortungsbewusstsein für die Rechte von Jugendlichen“ auf.
Nach Ansicht der Bischöfe würde das neue Gesetz auch frühzeitige sexuelle Kontakte unter Minderjährigen begünstigen und zu frühen Schwangerschaften und einem Anstieg bei der Zahl der Abtreibungen begünstigen. Dies führe zu „neuen Situationen der Ungerechtigkeit, sexuellen Ausbeutung und dem Verfall der Werte unter Jugendlichen“.
Der Gesetzentwurf wurde in den vergangenen Tagen von der parlamentarischen Kommission für Frauen und Familie verabschiedet und soll dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Das Bisher waren für sexuelle Kontakte zwischen Minderjährigen unter 18 Jahren Strafen in Höhe von bis zu 30 Jahren Haft vorgesehen. (CE) (Fidesdienst, 23/06/2012)


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