AMERIKA/DOMINIKANISCHE REPUBLIK - Muttertag im Zeichen der Bekämpfung von häuslicher Gewalt

Samstag, 26 Mai 2012

Santiago de los Caballeros (Fidesdienst) – Im der Dominikanischen Republik wird der Muttertag am letzten Sonntag im Mai gefeiert. Dieses Jahr soll an diesem Tag vor allem auch auf das Problem der häuslichen Gewalt aufmerksam gemacht werden. Dafür setzt sich auch die katholische Kirche ein.
In einem von der katholischen Wochenzeitschrift „Camino“ veröffentlichten Artikel zu dem Thema heißt es: „Die Gefahr ist groß, weil wir uns auf einen moralischen Abgrund zubewegen und uns an der Schwelle zu einer sozialen Krise befinden“. Auch die Bischöfe des Landes betonten in einer Botschaft, die bereits im Januar veröffentlicht wurden (vgl. Fidesdienst vom 19/01/2012): „Die heutige Krise ist moralischer und menschlicher Art. Sorge bereitet uns, dass diese Krise in die Seele unseres Landes einzudringen scheint. Hier wurzelt auch die allgemeine Bereitschaft zur Gewalt, von der wir umgeben sind, wobei diese Gewalt auch gegenüber Frauen und in der Familie zunimmt“.
„Über die Medien können wir von positiven Ereignissen und gegenseitiger Hilfsbereitschaft erfahren, zu der es überall auf der Welt kommt. Doch leider tragen sie auch schreckliche Verbrechen in unsere Wohnungen“, heißt es in einem Dokument der Bischöfe zum Thema des Pastoraljahres, das lautet „Durch Familienzusammenhalt und Geschwisterlichkeit können wir die Gesellschaft verändern“. In diesem Zusammenhang fordert die Kirche alla Menschen guten Willens zu Aktionen auf, die den Respekt für das Leben, den Schutz der Menschenwürde und die Werte der Nächstenliebe unter Beweis stellen, die auch in den Familien umgesetzt werden sollen.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Gewalt in der Dominikanischen Republik verdoppelt. Nach Ansicht von Beobachtern steht diese Zunahme auch im Zusammenhang mit dem Drogenhandel und Problemen der sozialen Ungleichheit. (CE) (Fidesdienst, 26/05/2012)


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