AMERIKA/PANAMA - Katholische Kirche fordert im Streit zwischen Regierung und Indios weiterhin zum Dialog auf

Mittwoch, 29 Februar 2012

Panama City (Fidesdienst) – Im Streit zwischen der Regierung und den indigenen Völker über das neue Bergbaugesetz vermittelt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof José Luis Lacunza (vgl. Fidesdienst vom 09/02/2012 und 20/02/2012). In seiner Eigenschaft als Mittler traf er sich gestern zu separaten Gesprächen mit den Vertretern der beteiligten Parteien. Dabei rief er beide Seiten auf, im Hinblick auf eine Einigung zum Wohl des Landes, konkrete Signale auszusenden.
Die Tageszeitung „La Estrella del Panama“ betont in einer Mitteilung, die dem Fidesdienst vorliegt, dass die katholische Kirche des Landes besonderen Wert auf den Dialog legt. In diesem Sinne soll es dem Kirchenvertreter auch gelungen sein, den Vertreter der Indios trotz eines Ultimatums und der Androhung neuer Protestaktionen, dazu zu bewegen, weiterhin an den Verhandlungen teilzunehmen.
Trotzdem kam es an verschiedenen Orten zu Demonstrationen der Indios. Unter anderem fand eine Demonstration vor dem Sitz des Unternehmens statt, das für das Projekt des Wasserkraftwerks Barro Blanco verantwortlich ist. Eine andere Gruppe demonstrierte vor dem Parlament. Erzbischof Lacunza bat unterdessen auch den Minister Jorge Ricardo Fabrega um Untersuchungen im Hinblick auf die Ausübung von Druck auf beiden Seiten. (CE) (Fidesdienst, 29/02/2012)


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