AFRIKA/SOMALIA - Über 20% der Flüchtlingskinder in Mogadischu leiden an akuter Unterernährung

Mittwoch, 8 Februar 2012

Mogadischu (Fidesdienst) – Die Sterblichkeitsrate unter den Flüchtlingskindern in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist weiterhin hoch, obschon die Vereinten Nationen vor kurzem das Ende der Hungersnot im Horn von Afrika bekannt gaben. Eine gute Ernte infolge ausreichender Regenfälle und die Verteilung von Lebensmitteln durch Hilfswerke haben die Bedingungen in den drei am meisten betroffenen Flüchtlingslagern vorübergehend verbessert. Trotzdem könnte es nach Angaben der Vereinten Nationen bereits im Mai zu einer neuen Hungersnot kommen. Über 2,3 Millionen Menschen, rund ein Drittel der Bevölkerung, sind immer noch dringend auf Hilfe angewiesen. Unter den Flüchtlingskindern in Mogadischu liegt der Anteil der Kinder mit akuter Unterernährung bei über 20%. Die Sterblichkeitsrate bei Kindern im Alter unter fünf Jahren liegt in den Flüchtlingslagern in Mogadischu bei 5,46 je 10.000 pro Tag. Infolge der Hungersnot, die in dem afrikanischen land im Juli vergangenen Jahres ausbrach, starben zehntausende Menschen im Süden und im Zentrum Somalias, davon ein Großteil Kinder im Alter unter 5 Jahren. Rund 325.000 Kinder in Somalia leiden an ernster Unterernährung und brauchen dringend spezielle Ernährungsprogramme, vor allem in den Regionen Juba und Bakool. In den Flüchtlingslagern in Mogadischu und Afgoye, rund 30 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, würde die akute Hungersnot erst vor kurzem für beendet erklärt. (AP) (Fidesedienst, 08/02/2012)


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