ASIEN/TÜRKEI - Ökumenischer Patriarch von der Nationalversammlung zur Debatte über die neue Verfassung eingeladen

Montag, 6 Februar 2012

Istanbul (Fidesdienst) - Der griechisch-orthodoxe ökumenische Patriarch von Konstantinopel mit Sitz in Istanbul, Bartholomäus I., wird an den Arbeiten der türkischen Nationalversammlung zur Debatte über die neue Verfassung teilnehmen, bei der es auch um den Status der religiösen Minderheiten geht. Im Februar wird eine Sonderkommission der türkischen Nationalversammlung die Meinungen der Vertreter der religiösen Minderheiten anhören.
Wie Beobachter dem Fidesdienst aus der Türkei berichten, begrüßen die religiösen Minderheiten diesen Schritt, der ihrer Ansicht nach Ausdruck des Willens der Regierung ist, diesen Minderheiten mehr Raum und Geltung zu verschaffen. Wie die Beobachter gegenüber dem Fidesdienst betonten, wünscht man sich vor allem, dass die Revision der Verfassung auch zu einer juridischen Anerkennung und einer rechtlichen Vertretung der katholischen Kirche des lateinischen Ritus führen wird.
Zu den weiteren Schritten der Öffnung gegenüber den Minderheiten gehört ein Gesetzentwurf, den das Ministerium für öffentliche Bildung vorbereitet, der den Schulen der religiösen Minderheiten die Aufnahme von Kindern erlauben soll, die nicht die türkische Staatsbürgerschaft besitzen. Der Gesetzentwurf sieht vor, das Kinder der armenischen, griechischen und jüdischen Gemeinschaft in der Türkei die schulen ihrer eigenen Glaubensgemeinschaft besuchen. Auf diese Weise soll das Risiko einer Schließung der Schulen der religiösen Minderheiten wegen Schülermangels verhindert werden. (PA) (Fidesdienst, 04/02/2012)


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