ASIEN/IRAK - Christliches Schulprojekt im irakischen Kurdistan: Gläubige dürfen auf eine bessere Zukunft hoffen

Dienstag, 22 November 2011

Erbil (Fidesdienst) – Eine neue christliche Schule in Erbil im irakischen Kurdistan wird bereits von 174 christlichen Schülern der Grundschule besucht und versteht sich insbesondere als Zeichen der Hoffnung für die künftigen Generationen und alle Gläubigen im Irak. Die neue nach dem Martyrer und Schutzpatron der Erzdiözese Erbil benannte „Mar Quardakh“-Schule wurde am 11. November im Beisein des chaldäischen Erzbischofs von Erbil, Bashar M. Warda, und des Apostolischen Nuntius in Jordanien und im Irak, Erzbischof Giorgo Lingua, feierlich eingeweiht.
Wie aus einer Verlautbarung der Online-Redaktion „Baghdadhope“ der irakischen Christen hervorgeht, die dem Fidesdienst vorliegt, versteht sich die neue Schule als Einrichtung zur Ausbildung einer Elite mit modernsten Erziehungsmethoden. Erzbischof Warda teilt mit, dass das Schulgebäude auf einem Grundstück der Erzdiözese errichtet wurde und die Baukosten sich auf rund 3,4 Millionen Dollar belaufen: „Es handelt sich um eine Privatschule nach amerikanischem Vorbild mit 12 Klassen bei einem Eintrittsalter von 7 Jahren. Insgesamt sind bereits 174 Schüler der ersten vier Klassen angemeldet, die von zwei christlichen Ehepaaren aus Amerika unterrichtet werden, die dafür ausgebildet sind. Sie werden auch junge Studenten, die einen Abschluss an einer irakischen Universität gemacht haben, für das Lehramt ausbilden. Die Lehrpläne entsprechen internationalem Standard und sind vom Bildungsministerium der autonomen Region Kurdistan anerkannt. Unterrichtssprache ist Englisch, wobei die Schüler auch Französisch, Arabisch und Kurdisch lernen. In der Schule gibt es für jeden Schüler einen Computer.“
Bei der Präsentation des Schulprojekts erinnert Erzbischof Warda auch daran, dass „es im Irak nicht einfach ist, Christ zu sein. Viele flüchten ins Ausland. Irakische Christen, die in ihrer Heimat bleiben, brauchen Ermutigung aber auch Arbeitsplätze, die Möglichkeit zum Aufbau einer würdigen Zukunft, unabhängig von der Unterstützung der Kirche oder der Regierung“.
In der Erzdiözese Erbil, die seit Jahren Zufluchtsort irakischer Christen auf der Flucht vor Gewalt in anderen Teilen des Landes ist, sollen auch ein katholisches Krankenhaus und eine katholische Universität entstehen. (PA) (Fidesdienst, 22/11/2011)


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