ASIEN/IRAK - Für Kinder gehört das Land zu den unsichersten der Welt

Dienstag, 5 Juli 2011

Bagdad (Fidesdienst) – Jahrzehntelanger Krieg und internationale Sanktionen haben den Irak zum unsichersten Ort für Kinder im Nahen Osten und in Nordafrika gemacht. In dem Land leben rund 3 Millionen Kinder in Armut, davon sind 1,5 Millionen im Alter unter fünf Jahren unterernährt. Jeden Tag sterben im Irak 100 Kinder. Das Kinderhilfswerk UNICEF fordert von der Regierung mehr Unterstützung für Kinder. Damit die von den Vereinten Nationen formulierten Millenniums-Ziele erreicht werden müssten 400.000 unterernährte Kinder im Irak mit Lebensmittelhilfen versorgt werden, rund 700.000 sollten in einer Schule angemeldet werden. Die Rate der Kindersterblichkeit müsste um 100.000 gesenkt werden und rund 3 Millionen Kinder bräuchten eine angemessene Gesundheitsversorgung.
Oft werden diese Kinder auch als Soldaten und Selbstmordattentäter rekrutiert. Die Mahdi Army soll seit Kriegsbeginn Kindersoldaten rekrutiert haben. Im Jahr 2008 starben 376 dieser Kindersoldaten und 1.594 wurden verletzt, um Jahr 2009 wurden 3.632 getötet und 1.044 verletzt. Im Jahr 2010 wurden vor allem in Bagdad und in den Bezirken Diyala und Ninewa 194 Kinder getötet und 232 verletzt. Eine weitere Gefahr sind Landminen, die zahlreiche Opfer fordern. Rund 20 Millionen Anti-Personen-Minen befinden sich in einem Gebiet von über 1.700 qkm. (AP) (Fidesdienst, 05/07/2011)


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