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Dossiers

2004-10-02

Allgemeiner Überblick zur Bevölkerung und statistische Tabellen

In Deutschland besteht die Bevölkerung (82 Millionen Einwohner) zu 91% aus Deutschen, zu 2,4% aus Türken (1,9 Millionen türkische Einwanderer und rund 600.000 türkischstämmige Deutsche) und zu 6,1% aus anderen (besonders Serben, Italiener, Russen, Griechen, Polen und Spanier). 34% der Bevölkerung ist katholisch, 34% evangelisch und ca. 4 % moslemisch, etwa 30% haben keine erklärte Religionszugehörigkeit oder gehören anderen Kulten an. Deutschland ist immer mehr ein multiethnisches Land. Zweifel, Ängste und fremdenfeindliche Strömungen haben die Ausländeranzahl, die jedes Jahr ansteigt, nicht gestoppt: seit 1990 bis heute wurden über 3 Millionen Ausländer aufgenommen, mehr als in den Vereinigten Staaten.
In Deutschland gibt es rund 2.500 Moscheen und 3,2 Millionen Moslems, davon 2,5 Millionen Türken oder türkischer Abstammung. In der Tat ist unter den in Deutschland präsenten ausländischen Bevölkerungsgruppen die türkische die Wichtigste, gefolgt von Migranten aus den Länder Ex-Jugoslawiens. Dies geht aus dem vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Querschnitt hervor, laut dem die türkische Gemeinde mit 1.88 Millionen Personen, entsprechend 25,6% der im Land lebenden Ausländer, unangefochten an erster Stelle rangiert. Gefolgt von 600 tausend Personen mit Herkunft aus den Ländern Ex-Jugoslawiens, gleich 8,2% der bis Ende 2003 registrierten Ausländer (7,3 Millionen). Der jugoslawischen Gemeinde schließt sich die italienische (7, 7%), gefolgt von der griechischen (4,8%) und der polnischen (4,6%) sowie der serbischen und montenegrinischen an.
Die Dauer ihres Aufenthaltes im Gastland betreffend, platzieren sich die Italiener gemeinsam mit den Griechen mit 22 Jahren an vierter Stelle, vor den Slowenen (26 Jahre), Spaniern (25 Jahre), Kroaten und Österreichern (23 Jahre) und gefolgt von den Türken (19 Jahre).
Unter den in Deutschland ansässigen Türken sind 43,7% im Gastland geboren, dieser Prozentsatz beträgt für die Italiener 11.5% .

Insgesamt repräsentieren die in Deutschland lebenden Ausländer derzeit 8,9% der Gesamtbevölkerung von 82,51 Millionen Menschen. Die Herkunftsregionen oder -kontinente betreffend, kommt ¼ der Ausländer aus den Ländern der aktuellen Europäischen Union (1,85 Millionen) und 6,6% aus den 10 neuen Beitrittsländern, während sich 12,4% aus asiatischen, 4,2% aus afrikanischen, 3,1% aus Bürgern der Neuen Welt und 0,2,% aus Australien und Ozeanien zusammensetzen. Das Durchschnittsalter der in Deutschland ansässigen Ausländer liegt bei 36 Jahren für die Männer und bei 35 Jahren für die Frauen.

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