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America

2004-09-06

AMERIKA/KOLUMBIEN - „Wenn es soziale Gerechtigkeit gibt, ist Frieden möglich“ - Erste Initiativen im Rahmen Nationale Woche für den Frieden betreffen Frieden, Menschenrechte und Aussöhnung

Bogotà (Fidesdienst) - Mit dem Ziel „Aktionen auf den Weg zu bringen, an denen sich die verschiedenen Gesellschaftsteile bei der Reflexion über die schweren Folgen des hohen Index des Ausschlusses und der Armut, die einen Großteil der kolumbischen Bevölkerung betreffen, beteiligen“ begann am 5. September in Kolumbien die Woche für den Frieden zum Thema „Wenn es soziale Gerechtigkeit gibt, ist Frieden möglich“. Die Woche des Friedens geht am 12. September zu Ende.
Die Kolumbische Bischofskonferenz veranstaltet in Zusammenarbeit mit katholischen und ökumenischen Einrichtungen und weltlichen Organismen bereits seit 1987 jedes Jahr die Woche für den Frieden. Diese Veranstaltung soll der Reflexion zu Themen des Friedens, der Menschenrechte und der Versöhnung dienen und die Bevölkerung zu konkretem Engagement für den Aufbau des Friedens anregen. An den Initiativen nehmen Pastoralarbeiter, Pfarrgemeinden, apostolische Bewegungen, gesellschaftliche und gemeinschaftliche Organisationen, Schulen und öffentliche Verwaltung sowie zahlreiche Bürger teil.
Verschiedene Initiativen finden auf nationaler Ebene zur Vorbereitung, während der Woche selbst, und zur Nachbereitung statt: Kongresse, Seminare, Veranstaltungen für das Leben, die Gerechtigkeit und den Frieden, kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen und Freizeitangebote, Medienkampagnen, Interviews mit Persönlichkeiten, die sich um den Aufbau des Friedens bemühen, liturgische Feiern (Gottesdienste, Rosenkranzgebete, Gebetswachen, Kreuzweg, eucharistische Anbetung, Bußgottesdienste), Gesten der Solidarität, etc.
Dieses Jahr stehen unter anderem folgende Veranstaltungen auf dem Programm: Ein „Diözesankongress für Versöhnung und soziale Gerechtigkeit: Ein Weg zum Frieden“ fand am 4. und 5. September in der Diözese Girardota statt; eine „Regionale Humanitäre Konferenz“ wird vom „Andenprogramm für Demokratie und Menschenrechte“ unter der Schirmherrschaft der Europäischen Union am 7. und 9. September in Cali veranstaltet; am 5. und 6. September fand in Bogotà ein Treffen zum Thema „Menschenrechte und Frieden“ statt; vom 2. bis 4. September wurde in Medellin ein internationales Seminar zum Thema „Städtische Konflikte und Alternativen des Wandels“ veranstaltet.
Insbesondere folgende Themen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Woche des Friedens: „Ich schließe aus, du schließ aus: Formen des Ausschlusses“; „Ausschluss: Situation der Männer und Frauen in Kolumbien“; „Globalisierung und Ausschluss“; „Menschenrechte, eine Alternative der sozialen Aufnahme“; „Die großen Ausgeschlossenen: Wer sind sie?“; „Tragen die Medien zur Aufnahme bei?“; „Wenn es soziale Gerechtigkeit gibt, ist Frieden möglich!“; „Migranten und Vertriebene“. Grundlage der Reflexion und Debatte sind zahlreiche interessante Arbeitsmaterialien, die das Sekretariat für Soziales der Kolumbischen Bischofskonferenz zur Verfügung stellt. Weitere Informationen: http://www.cec.org.co/home.htm (RZ) (Fidesdienst 06/09/2004 - 38 Zeilen, 398 Worte)

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