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Vaticano

2003-06-13

VATIKAN - PAPST: „TROTZ VIELER SCHWIERIGKEITEN VERFÜGT DIE FAMILIE AUCH ÜBER GROSSE POTENTIALE ALS IM WESEN DES MENSCHEN VERWURZELTE INSTITUTION

Vatikanstadt (Fidesdienst) – „Im Europa unserer Tage leidet die Institution Familie unter einer besorgniserregenden Schwäche, die noch größer wird, wenn man nicht darauf vorbereitet ist, die in ihrem Inneren die Verantwortung zu übernehmen und zwar durch ganze gegenseitige Hingabe und wahre Liebe. Dabei sollte man gleichsam darauf hinweisen, dass viele christliche Familien ein erbauendes kirchliches und gesellschaftliches Zeugnis ablegen: denn sie leben diese gegenseitige Hingabe in der ehelichen und familiären Liebe auf bewundernswerte Art und Weise und überwinden dabei Schwierigkeiten und Gegensätze“, so der Papst bei der Audienz für die Teilnehmer der vom Päpstlichen Rat für die Familie veranstalteten Versammlung der Vorsitzenden der bischöflichen Kommissionen für Familie und Leben in Europa am 13. Juni.
Der Papst wies auch darauf hin, dass es in den heutigen Gesellschaften der europäischen Länder oft Tendenzen gebe, die die Familie behindern oder bedrohen (eine Mentalität, die Scheidung, Schwangerschaftsverhütung und Abtreibung befürwortet und das Recht des Menschen auf Leben nicht anerkennt), weshalb „die Familienpastoral eine heute eine Priorität sein muss“. Doch der Papst wies auch auf ein Wiedererwachen zum Schutz der Familie hin: „Ich meine damit legislative Eingriffe und Fördermaßnahmen, die dem fortschreitenden demographischen Winter Einhalt gebieten sollen, der vor allem in Europa spürbar ist. Es gibt auch immer mehr Bewegungen, die das Leben und die Familie fördern; sie bilden ein neues gesellschaftliches Gewissen. Ja, die Familie hat unzählige Ressourcen!“
Indem er an den zehnten Jahrestag der Veröffentlichung der Charta der Rechte der Familie des Heiligen Stuhls erinnerte forderte der Papst die „die Verantwortlichen der Länder und die Gesetzgeber“ auf, „ihre Verantwortung zum Schutz der Familie zu übernehmen und eine Kultur des Lebens zu fördern“, wobei er sich wünschte dass, „dieses wichtige Dokument weiterhin eine wertvolle Orientierungshilfe für all jene sein möge, die in verschiedenen Bereichen, Ämter und Verantwortung im politischen und sozialen Bereich innehaben.
(SL) (Fidesdienst 13/6/2003 – 28 Zeilen, 316 Worte)

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