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Vaticano

2003-05-15

VATIKAN - GENERALAUDIENZ: DIE GOTT WOHLGEFÄLLIGSTE GABE IST DAS DEMÜTIGE HERZ

Vatikanstadt (Fidesdienst) – Bei der Generalaudienz am Mittwoch, den14. Mai auf dem Petersplatz erläuterte der Papst erneut Psalmen und Lobpreisungen, wobei er sich dieses Mal auf das Buch Daniel und das Gebet des Asarja bezieht dabei sagte er wörtlich: „Im Buch Daniel des Alten Testamentes begegnet uns das Gebet des Asarja, der das harte Los des Volkes Israel im babylonischen Exil vor Gott bringt. „Mitten im Feuer" betet Asarja zum Herrn. Vor Gottes Angesicht bekennt er die Sünde seines Volkes: „Wir haben in allem gefehlt" (Dn 3, 29). Doch weiß sich der Beter der Treue Jahwes sicher: Gott ist barmherzig. Er wendet sich nicht ab. Das demütige Herz des Sünders nimmt er als wohlgefällige Gabe entgegen. Das Erbarmen Gottes hat sich endgültig in Jesus offenbart. Wir Christen machen uns daher gerne das alte Gebet zu eigen: „Gepriesen und gelobt bist du, Herr unser Gott, herrlich ist dein Name in alle Ewigkeit!" (Dn 3, 26).
„Die Verfolgung wird in diesem Gebet als gerechte Strafe Gottes für ein sündiges Volk empfunden“, so der Papst. „Die Verzweiflung ist groß, die Prüfung schwer und das Göttliche Urteil streng“, doch in der tragischen Situation der Gegenwart „sucht die Hoffnung ihre Wurzeln in der Vergangenheit, in den von den Vätern geleisteten Versprechen So gelangt man zu Abraham, Isaak, Jakob, denen Gott seinen Segen, Fruchtbarkeit, Land und Größe, Leben und Frieden vorausgesagt hat. Gott wird seine Versprechen halten. Auch wenn die Gerechtigkeit es erforderlich macht, dass Israel für seine Schuld bestraft wird, bleibt die Gewissheit, dass Gott barmherzig ist und sein Erbarmen offenbaren wird.“
An die deutschsprachigen Pilger wandte sich der Papst mit folgenden Worten: „Von Herzen heiße ich die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache willkommen. Mein besonderer Gruß gilt heute einer Pilgergruppe der Roma-Seelsorge in Deutschland. Geht Christus entgegen! Er will bei euch wohnen und eure guten Taten mit seiner Gnade vollenden. Der Friede des auferstandenen Herrn sei mit euch!“(SL) (Fidesdienst, 15/5/2003 – 28 Zeilen, 340 Worte)

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