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Asia

2004-01-09

ASIEN/PAKISTAN - VOR ÜBER 1000 CHRISTEN UND MUSLIMEN LOBTE DER REGIERUNGSCHEF DER PROVINZ PUNJAB DIE TÄTIGKEIT CHRISTLICHR SCHULEN UND INSTITUTE

Lahore (Fidesdienst) – „Ich habe selbst das Foreman Christian College besucht und niemand wollte mich jemals zwingen, Christ zu werden. Heute bin ich ein guter muslimischer Gläubiger“, so Pervaiz Chaudhry, der Regierungschef der pakistanischen Provinz Punjab (im Nordosten des Landes), in einer jüngsten Ansprache vor über 1000 Christen und Muslimen.
Wie Beobachter gegenüber dem Fidesdienst berichte, die bei der Veranstaltung anwesend waren, lobte der Premierminister in seiner Rede den wertvollen Beitrag der Christen im Bereich des Bildungswesens. In diesem Zusammenhang gab er auch bekannt, dass die Provinz Punjab im Jahr 2004 verschiedene Stipendien unabhängig von der Religionszugehörigkeit vergeben wird. Der Premierminister überreichte auch eine Spende im Umfang von 2,5 Millionen Rupie (rund 35.000 Euro) an christliche Institutionen, die im sozialen Bereich tätig sind, wo diese sich insbesondere der Ausgegrenzte, Witwen und Waisen annehmen. Chaudhry wies in seiner Ansprache auch auf die Vorteile hin, die die Rückgabe ehemals verstaatlichter Schulen an kirchliche Eigentümer durch die Regierung mit sich gebracht hat. Gleichsam dankten Vertreter der christlichen Glaubensgemeinschaft in der Provinz Punjab dem Premierminister für seine Unterstützung und bekräftigen ihr weiteres Engagement für Stabilität und Wohlstand in der Region.
Der Premierminister forderte unterdessen zu Dialog und Toleranz unter den Religionen auf, vor allem auch muslimische Führungskräfte sollten dabei den Frieden fördern. In diesem Zusammenhang betonte Pater Francis Nadeem, Leiter der Kommission für Interreligiösen Dialog der indischen Bischöfe, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Förderung von Frieden und Harmonie in der pakistanischen Gesellschaft.
Auch in der Weihnachtszeit gab es in Pakistan Zeichen für eine wachsende Harmonie in den Beziehungen zwischen Christen und Muslimen in Pakistan: verschiedene Fernsehsender des Landes berichteten von christlichen Weihnachtsfeierlichkeiten und zahlreiche religiöse und weltliche Vertreter des Islam ließen den Bischöfen Weihnachtsglückwünsche zukommen. (PA) (Fidesdienst, 9/1/2004 – 27 Zeilen, 298 Worte)

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