FIAC
Yaoundé (Fides) – „Wie der heilige Paulus sagte: ‚Es gibt weder Griechen noch Juden‘, so gibt es auch in der Kirche in Kamerun keine Unterschiede zwischen Frankophonen und Anglophonen.“ Dies erklärt Pater Florent Ze Ntongo, nationaler Generalassistent des Laienapostolats von Kamerun, in einem Gespräch mit Fides anlässlich des Internationalen Forums der Katholischen Aktion (FIAC), das vom 15. bis 18. Oktober in Rom stattfand.
„Innerhalb der katholischen Kirche gibt es keine Probleme zwischen Frankophonen und Anglophonen. Die Bischöfe sind ein Bezugspunkt, wenn es darum geht, den Christen zu vermitteln, dass es – jenseits jeglicher Instrumentalisierung durch Politiker – in der Familie Jesu, wie der heilige Paulus sagte, ‚keine Griechen und keine Juden, keine Sklaven und keine Freien mehr gibt‘. Unsere Bischöfe sind die Ersten, die die Gläubigen zum Zusammenleben erziehen, unabhängig von ihrer sprachlichen Zugehörigkeit. In Yaoundé gibt es mehrere Pfarreien, in denen französischsprachige und englischsprachige Gläubige harmonisch zusammenleben. Ein französischsprachiger Pfarrer feiert ganz selbstverständlich die Messe für die Englischsprachigen und umgekehrt.“
Die Aufgabe von Pater Ze Ntongo besteht darin, mit den verschiedenen Laienverbänden in Kamerun zusammenzuarbeiten, und zwar auf der Grundlage der Kriterien, die im Apostolischen Schreiben „Christifideles laici“ des heiligen Johannes Paul II. dargelegt sind.
Zu den Laienverbänden gehört die Association Sainte-Marie „Ekoan Maria“, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Bildung christlicher Frauen durch das geistliche Leben, die Verehrung der Jungfrau Maria, das Gebet und das Engagement in Kirche und Gesellschaft zu fördern. Es handelt sich nicht nur um eine Gebetsgruppe, sondern um einen öffentlichen Verein im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft und der Gesellschaft, der sich für die Förderung der Familie, die Katechese, karitative Werke, Solidarität und die sozioökonomische Entwicklung einsetzt.
Im Jahr 2026 feierte der Verein sein 120-jähriges Bestehen im Dienst der Kirche. Die Abschlussmesse fand im Heiligtum „Maria Mediatrice“ in Etoudi, Yaoundé, statt und wurde vom Apostolischen Nuntius, Monsignore José Avelino Bettencourt, geleitet. Anwesend waren auch Monsignore Jean Mbarga, Erzbischof von Yaoundé, Monsignore Damase Zinga Atangana, Bischof von Kribi, sowie Ministerin Marie-Thérèse Abena Ondoa. An der Feier nahmen Tausende von Frauen teil, und elf Postulantinnen wurden geweiht.
„Wir bereiten gerade den nationalen Kongress der Association Sainte-Marie ‚Ekoan Maria‘ vor, der vom 23. bis 25. Oktober in der Diözese Obala stattfinden soll, deren Bischof, Monsignore Sosthène Léopold Bayemi Matjei, Vorsitzender der Bischofskommission für die Laien ist“, erklärt Pater Ze Ntongo.
„Im Rahmen der Laienpastoral gibt es neben den Frauenverbänden zahlreiche weitere Initiativen: Es gibt Verbände für Männer, für Studierende und für Arbeitnehmer. Mehr als hundert Vereinigungen sind von der Bischofskonferenz von Kamerun anerkannt und repräsentieren sowohl die französischsprachigen als auch die englischsprachigen Gemeinschaften“, berichtet Pater Ze Ntongo.
„Alles geht von den Pfarreien aus, wo jeder Gläubige den seinem Lebensumfeld am besten entsprechenden Verband finden kann.“
Wir fragen den Verantwortlichen für das Laienapostolat, ob es in Kamerun auch Verbände für Arbeitssuchende gibt.
„Ja, es gibt Organisationen, die Arbeitslosen durch berufliche Weiterbildungsmaßnahmen helfen“, antwortet er. „In diesem Sinne ist die Kirche eine Mutter, die ihre Kinder begleitet, ganz gleich, in welcher Lebenslage sie sich befinden. Denjenigen, die oft Gefahr laufen, in Verzweiflung zu versinken, sagen wir, sie sollen sich nicht der Hoffnungslosigkeit hingeben, denn die Kirche macht ihren Kindern weiterhin Mut. Als Christen glauben wir, dass das Leben von Gott abhängt. Dank dieser Vereinigungen, die Arbeitslosen eine berufliche Ausbildung anbieten, ist es einigen Menschen gelungen, Arbeit zu finden.“
„Neben diesen Laieninitiativen gibt es auch von den Diözesen geförderte Ausbildungsstätten. In Yaoundé existieren beispielsweise mindestens zwei Berufsschulen für junge Menschen“, schließt er.
(L.M.) (Fides 23.10.2026)