Schlussdokument der AMECEA-Vollversammlung: Junge Menschen werden in den nächsten vier Jahren pastorale Priorität sein

Dienstag, 28 Juli 2026

Nairobi (Fides) – Die 21. Vollversammlung der Vereinigung der Bischofskonferenzen Ostafrikas (Assciation of Member Episcopal Conferences in Eastern Afrika - AMECEA) fand vom 19. bis 26. Juli in Nairobi in Kenia statt, wo Bischöfe, Priester, Ordensleute, Laien und junge Delegierte aus ostafrikanischen Ländern zusammengekommen waren (vgl. Fides, 21/07/2026).
Das von der Versammlung verabschiedete Schlussdokument bekräftigt die Bedeutung der Jugend für die pastorale Arbeit der AMECEA und erkennt an, dass die neuen Generationen nicht nur die Zukunft der Kirche sind, sondern bereits ihre Gegenwart prägen. Daher ist konkrete Begleitung von jungen Menschen erforderlich, die ihren Erwartungen, ihrem Leid und den tiefgreifenden kulturellen und sozialen Veränderungen in der Region gerecht wird. „Wir lieben euch, wir glauben an euch und wir laden euch ein, euch aktiv am Leben und an der Sendung der Kirche und am Leben eurer jeweiligen Länder zu beteiligen“, bekräftigen die Bischöfe in ihrem Schlussdokument.
Die Bischöfe verpflichten sich zur Stärkung der Jugendarbeit in den Bischofskonferenzen und zur Ausbildung digitaler Verkünder des Evangeliums sowie zur Förderung von Bildung, Unternehmertum und beruflicher Kompetenzentwicklung und der Festigung von Richtlinien zum Schutz von Minderjährigen und schutzbedürftigen Personen, insbesondere von Menschen mit psychischen Erkrankungen. Die Schlussbotschaft betont zudem die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Kirche, zivilen Institutionen und regionalen Gremien, um die Teilhabe junger Menschen am öffentlichen Leben zu fördern, sichere Migration zu begleiten und die Ursachen von Konflikten anzugehen.
In diesem Zusammenhang zitieren die Bischöfe auch die Aussagen junger Menschen auf der Versammlung, die beklagten, sich oft „während Wahlkämpfen instrumentalisiert und nach der Wahl vergessen“ zu fühlen. Daher rufen sie in ihrem Schlussdokument die politischen Entscheidungsträger dazu auf, jegliche Form der Instrumentalisierung junger Generationen für parteipolitische Interessen zu beenden und stattdessen eine Politik zu fördern, die Hoffnung, Chancen und Teilhabe ermöglicht.
Die Bischöfe rufen junge Menschen dazu auf, sich aktiv an der Evangelisierung zu beteiligen und erinnern an Mahnung des Paulus an Timotheus: „Niemand soll dich wegen deiner Jugend gering schätzen“. Junge Menschen sind aufgerufen, sich von Christus begleiten zu lassen und glaubwürdige Zeugen des Evangeliums in der Gesellschaft und der digitalen Kultur zu werden. Gleichzeitig verpflichten sich die Bischöfe, ihnen aufmerksamer zuzuhören und sie in Entscheidungsprozesse und die Pastoral einzubeziehen.
Im Rahmen der Vollversammlung wählten die Bischöfe den neuen Präsidenten der AMECEA, Erzbischof Gervas John Nyaisonga von Mbeya (Tansania). In seinen Schlussworten bekräftigte dieser, dass die Umsetzung der verabschiedeten Resolutionen nicht allein den Leitungsgremien des Verbandes anvertraut werden könne, sondern alle Bischofskonferenzen, Diözesen, Pfarreien und die Gläubigen Ostafrikas einbeziehen müsse.
(L.M.) (Fides 28/7/2026)


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