AMERIKA/VENEZUELA - Don-Bosco-Schwestern: „Der Notstand dauert an”

Montag, 13 Juli 2026

FMA Venezuela

Caracas (Fides) – Die offizielle, noch vorläufige Zahl der Todesopfer der beiden verheerenden Erdbeben vom 24. Juni in Venezuela ist auf fast 4.500 gestiegen. Rund 17.000 Menschen wurden verletzt, über 19.500 leben weiterhin in Notunterkünften. Die Zahl der Vermissten ist noch unklar. Such- und Rettungsaktionen, die medizinische Versorgung und die Verteilung humanitärer Hilfe werden dank der Unterstützung zahlreicher Länder unvermindert fortgesetzt. Gleichzeitig schreiten die Wiederaufbau- und Instandsetzungsarbeiten voran, insbesondere in der Region La Guaira, die zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählt.
Die Don-Bosco-Schwestern, sind ebenfalls vor Ort und engagieren sich für die Unterstützung der obdachlosen Familien. „Wir haben mit Liebe zubereitete Mahlzeiten verteilt und vor allem den Menschen nahegestanden, ihre Sorgen gehört und ihnen in den schwersten Stunden beigestanden“, so die Provinzialobere Schwester Maria Eugenia Ramos Rangel gegenüber Fides.
Die Ordenschwestern sind auch El Junquito aktiv, wo das Erdbeben zwar erhebliche Sachschäden verursacht hatte, aber keine hohe Zahl an Todesopfern forderte. In den beiden Notunterkünften vor Ort wurden Pyjamas an Kinder und Hygieneartikel sowie Windeln an Mütter verteilt. Auch in der Innenstadt von Caracas wurden Hilfsprogramme auf den Weg gebracht, wo viele Familien weiterhin in Zelten leben, nachdem ihre Häuser für unbewohnbar erklärt worden waren.
„Wir freuen uns, dass bereits mehrere Familien in Notunterkünfte verlegt wurden, aber die Arbeit ist noch lange nicht beendet“, betonte Schwester Eugenia. „Viele Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, ohne eine neue Unterkunft garantieren zu können. Sie warten weiterhin auf konkrete Antworten und ein sicheres Zuhause.“
(AP) (Fides 13/7/2026)

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