AMERIKA/VENEZUELA - Zahl der Toten und Verletzten steigt: Hilfsmaßnahmen gehen weiter

Montag, 6 Juli 2026

FMA Venezuela

La Guaira (Fides) – In Venezuela gehen die Hilfsmaßnahmen weiter. Die Opferzahlen des doppelten Erdbebens, das das Land heimgesucht hat, sind weiterhin vorläufig; nach einer von der venezolanischen Regierung veröffentlichten Schätzung belaufen sich die Todesopfer auf 3.300 und die Verletzten auf 16.700. Die Krankenhäuser in Caracas und La Guaira nehmen weiterhin Verletzte auf und arbeiten unter hohem Druck. Auf dem Friedhof von La Esperanza in La Guaira wurden unterdessen über 150 nicht identifizierte Leichen beigesetzt.
Am Samstag, dem 4. Juli, begab sich eine Gruppe von sechs Ordensschwestern unter der Leitung von Schwester Maria Eugenia Ramos Rangel, der Provinzialoberen der Ordensprovinz Venezuela der Don-Bosco-Schwestern, den Bundesstaat La Guaira, eines der am stärksten betroffenen Gebiete (vgl. Fides 3/7/2026) . „In Naiguatá und Catia La Mar haben wir medizinische Hilfsgüter und Medikamente an verschiedene Gesundheitseinrichtungen geliefert; Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel, Windeln und Matratzen direkt an die Betroffenen. Nach Caraballeda haben wir Handschuhe, Masken und Schutzbrillen für die venezolanischen Freiwilligen gebracht, die trotz begrenzter Ressourcen unermüdlich im Einsatz sind“, heißt es dazu in einer Verlautbarung der Ordensgemeinschaft.
„Wir sind Gott dankbar, dass er uns die Möglichkeit gegeben hat, eine Brücke zu bauen, damit Spenden des Multidisziplinären Forschungs- und Dienstleistungscampus der ‚Universidad de Los Andes‘, der Liefer- und Transportplattform ‚Yummy‘, unserer Alumni und anderer Spender in Venezuela und im Ausland die Bedürftigen direkt erreichen können“, heißt es in der Erklärung der Salesianerinnen in Venezuela. „Dadurch konnten wir auch den Schmerz derer teilen, die alles verloren haben, und die Hingabe und das Engagement der venezolanischen und ausländischen Rettungskräfte, der Freiwilligen aus anderen Landesteilen, der Ärzte, Sanitäter und Feuerwehrleute, die vor Ort ihr Bestes geben, mit eigenen Augen sehen.“
„In meinen Gebeten denke ich stets an die Opfer des Erdbebens und an das gesamte venezolanische Volk: Der Herr stehe euch in dieser so schweren Zeit bei“, bekräftigte Papst Leo am Ende des Angelusgebets mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen am Sonntag, dem 5. Juli, in seinem Grußwort an den Chor der Universität Mérida in Venezuela.
(AP) (Fides 6/7/2026)


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