AFRIKA/MOSAMBIK - Weitere islamistische Übergriffe in der Provinz Cabo Delgado: Bischof von Quelimane bittet um Gebet

Dienstag, 12 Mai 2026

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Quelimane (Fides) – In der Provinz Cabo Delgado kommt es zu weiteren islamistischen Übergriffen. Jüngste Angriffe in Distrikten wie Nangade, Mocímboa da Praia und südlichen Gebieten richteten sich gegen Zivilisten, Soldaten, Missionare und Bergleute. Dabei wurden Menschen getötet, Häuser in Brand gesteckt und Hunderte vertrieben. Bei einem Überfall in Namacuili kamen mindestens vier Menschen ums Leben, während bewaffnete Gruppen die Distrikte Ancuabe und Macomia angreifen. „Die Lage scheint außer Kontrolle geraten zu sein“, sagte Bischof Osório Citora Afonso (IMC) von Quelimane gegenüber Fides. „Die Angriffe dauern in denselben Gebieten an, und die Bevölkerung lebt in Angst. Besonders Frauen befinden sich in einer schwierigen Lage. Abgesehen von den Nachrichtenberichten geht die Zerstörung weiter; viele Opfer und Christen wurden getötet. Ich bitte alle, für uns zu beten“, so der Consolata-Missionar, der zugleich Apostolischer Administrator des Erzbistums Beira ist.
Insgesamt wurden über eine Million Menschen durch den Konflikt vertrieben. Die Kämpfe mit mosambikanischen und ruandischen Streitkräften dauern an, und es gibt Berichte über getötete Soldaten und Überfälle von Aufständischen. Zudem bleibt der Zugang zu humanitärer Hilfe schwierig. Das Nationale Institut für Katastrophenmanagement (INGD) warnte, dass die humanitäre Hilfe in der nördlichen Provinz Cabo Delgado aufgrund einer Kombination aus Terroranschlägen, Überschwemmungen und Hochwasser, die dieselben Gemeinden betreffen, stark unter Druck steht. In einer von den lokalen Behörden veröffentlichten Erklärung sagte Marques Naba, der INGD-Delegierte in Cabo Delgado, dass die humanitäre Hilfe an ein „komplexes und gleichzeitig auftretendes Szenario“ angepasst werden müsse. Naba erklärte, dass von der aktuellen Regenzeit 4.570 Häuser betroffen waren, von denen 1.316 zerstört wurden. Unterdessen konnten mehr als 600.000 Menschen, die zuvor durch den Konflikt in Cabo Delgado vertrieben worden waren, in ihre Heimatgebiete zurückgekehrt. Die Regierung und regionale Streitkräfte (einschließlich ruandischer Truppen) sind aktiv im Einsatz, doch die Situation führt zu einer immer ernsteren humanitären Krise.
(AP) (Fides 12/5/2026)


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