Columban MIssion Myanmar
Yangon (Fides) – Nach dem verbalen Angriff von US-Präsident Donald Trump bekunden die burmesischen Bischöfe der Bischofskonferenz von Myanmar ihre Solidarität mit Papst Leo XIV. Sie würdigen den Papst „inmitten des Kriegslärms und der Wirren widerstreitender Interessen“ als „eine klare und mutige moralische Stimme, einen Hirten, der die Wahrheit in Liebe verkündet“. In am 15. April veröffentlichten Botschaft, die vom Präsidenten der Bischofskonferenz, Kardinal Charles Maung Bo, Erzbischof von Yangon, unterzeichnet wurde und Fides vorliegt, schließen sich die burmesischen Bischöfe dem Papst an, der „wie eine Stimme in der Wüste die Menschheit zur Rückkehr auf den Weg des Friedens, der Gerechtigkeit und der Versöhnung aufruft“.
Die Appelle des Papstes, so die Bischöfe, „erinnern alle Völker daran, dass Frieden nicht der Sieg der einen Seite über die andere ist, sondern der Triumph unserer gemeinsamen Menschlichkeit.“ „Indem Papst Leo XIV. in einer von Spaltung bedrohten Welt die Würde jedes menschlichen Lebens entschieden verteidigt, verkörpert er den evangelischen Geist der Einheit, der Barmherzigkeit und der Wahrheit“, heißt es in dem Text.
Die Worte des Papstes, so fügen die Bischöfe hinzu, hallen auch in einem Land wie Myanmar, wo die Wunden des Konflikts schmerzlich zu spüren sind, wider: „Wir vereinen unsere Gebete mit seinen und bitten alle Nationen, Führer und Völker inständig, die Waffen niederzulegen, ihre Herzen zu öffnen und den schwierigen, aber notwendigen Weg des Dialogs und des Friedens zu beschreiten“, heißt es abschließend in der Botschaft. Darin versichern die Bischöfe dem Papst ihre Verbundenheit und Unterstützung und wiederholen die Seligpreisung aus dem Evangelium: „Selig die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“
Die katholische Kirche in Myanmar, deren Gemeinden unter prekären Bedingungen der Vertreibung leben, beging den 26. März als besonderen Tag der Buße, des Gebets und des Fastens für den Frieden für Myanmar und den Nahen Osten, den Schauplatz des neuen Krieges. Die Bischöfe nahmen gemeinsam mit den Gläubigen an Gebetswachen, Andachten und der eucharistischen Anbetung teil und baten Gott, „Myanmar und der Welt seinen Frieden zu schenken, damit gegenseitiges Verständnis, Mitgefühl und Liebe herrschen können.“
Darüber hinaus bereiten sich die Gläubigen in verschiedenen burmesischen Diözesen auf die Feier von Messen und Rosenkränzen zum ersten Todestag von Papst Franziskus am 21. April vor. In Yangon ist für den 25. April um 17:00 Uhr eine Feier in der Kathedrale geplant.
(PA) (Fides 16/4/2026)