ASIEN/SÜDKOREA - WJT 2027: Kreuz aus Stacheldraht soll Frieden symbolisieren

Mittwoch, 15 April 2026

Archdiocese of Seoul

Seoul (Agenzia Fides) – Ein eindrucksvolles Symbol wird nach Angaben der Erzdiözese Seoul die Veranstaltungen des Weltjugendtags 2027 in Seoul begleiten, der sich intensiv mit der Teilung zwischen Nord- und Südkorea auseinandersetzen wird: aus dem ausrangierten Stacheldrahts der Demilitarisierten Zone (DMZ) – der Pufferzone an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea – soll ein „Friedenskreuz“ entstehen.
Das „Stacheldrahtkreuz“, das die Wunden und den Schmerz der Teilung in ein Symbol des Friedens verwandeln soll, wird etwa fünf Meter hoch sein und soll jungen Menschen, die während des Weltjugendtags aus aller Welt in Seoul zusammenkommen überreicht und vom Papst gesegnet werden. „Die Initiative möchte junge Menschen dazu einladen, Symbole der Spaltung in ein Zeichen der Versöhnung, des Gebets und der Hoffnung zu verwandeln, auch im persönlichen Leben“, heißt es in einer Mitteilung des Erzbistums Seoul, die Fides vorliegt.
Das Organisationskomitee des Weltjugendtags veranstaltete am 12. April unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Seoul, Peter Soon-taick Chung, eine besondere Segnungszeremonie für junge koreanische Freiwillige und die Mitglieder der „Together Walking Foundation“, die das Projekt des „Stacheldrahtkreuzes“ auf den Weg brachte und eine Wanderausstellung veranstaltet hatte, die 2021 um die Welt tourte und auch in der römischen Kirche „St. Ignatius“ zu sehen war.
Das Projekt umfasst die handwerkliche Umarbeitung des Stacheldrahts und dessen Verwebung zu einem großen Kreuz. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis April 2027 dauern. Die Werkstatt befindet sich im Innenhof der Myeongdong-Kathedrale, dem Sitz des Erzbistums Seoul.
Erzbischof Chung wandte sich an die Anwesenden und sprach über den Stacheldraht entlang der Trennlinie zwischen Nord- und Südkorea, ein schmerzhaftes Symbol der Teilung und des Bruderkriegs auf der koreanischen Halbinsel. „So wie das Kreuz, einst ein Instrument der Todesstrafe, durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zu einem Symbol für Frieden und Versöhnung, Opfer und Liebe geworden ist, so lasst uns beten, dass dieses Kreuz in unseren Herzen Wurzeln schlägt als Symbol der Versöhnung, des Friedens und der Liebe auf der koreanischen Halbinsel. Wie die Auferstehung nach dem Tod können auch aus Konflikt und Krieg Harmonie und Frieden entstehen.“
Das Projekt umfasst die handwerkliche Herstellung von Stacheldraht und dessen Verwebung zu einem großen Kreuz. Die Arbeiten dauern bis April 2027. Der Arbeitsbereich befindet sich im Innenhof der Myeongdong-Kathedrale, dem Sitz des Erzbistums Seoul.
Erzbischof Chung wandte sich an die Anwesenden und sprach über den Stacheldraht entlang der Trennlinie zwischen Nord- und Südkorea, ein schmerzhaftes Symbol der Teilung und des Bruderkriegs auf der koreanischen Halbinsel. Er sagte: „So wie das Kreuz, einst ein Instrument der Todesstrafe, durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi zu einem Symbol für Frieden und Versöhnung, Opfer und Liebe geworden ist, so lasst uns beten, dass dieses Kreuz in unseren Herzen Wurzeln schlägt als Symbol der Versöhnung, des Friedens und der Liebe auf der koreanischen Halbinsel. Wie die Auferstehung nach dem Tod können auch aus Konflikt und Krieg Harmonie und Frieden entstehen.“
Erzbischof Chung segnete die Materialien für das Kreuz und betete, dass die Hände aller Beteiligten zu „Werkzeugen des Friedens“ werden mögen. Das Projekt „Stacheldrahtkreuz“ findet das ganze Jahr über jeden Sonntag von 13:00 bis 15:00 Uhr im Hof der katholischen Kathedrale von Myeongdong statt. Freiwillige formen mit Hammer und Amboss etwa 50 Zentimeter lange Stücke Stacheldrahtreste und fügen sie in die Kreuzkonstruktion ein. Die handwerkliche Tätigkeit wird von einer geistlichen Erfahrung begleitet: Die Teilnehmer werden gemeinsam über persönliche und gesellschaftliche Wunden nachdenken und für den Frieden zu beten.
An dem Projekt beteiligen sich Mitglieder von Pfarrgemeinden, kirchlichen Gruppen, Jugendliche aus der Erzdiözese sowie Persönlichkeiten aus Religion, Gesellschaft, Kultur und Politik. „So will das Projekt eine Botschaft der sozialen Integration und Versöhnung verbreiten, die über die Grenzen der kirchlichen Gemeinschaft hinausreicht“, heißt es in der Mitteilung der Erzdiözese.
(PA) (Fides 15/4/2026)


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