EUROPA/POLEN - Marienwallfahrt nach Tuchów: Priester und Bischöfe beten für neue missionarische Leidenschaft

Samstag, 10 Juni 2023 priester   missionare   berufungen   bischöfe   wallfahrten  

Warschau (Fides) – Um neuen missionarischen Eifer in den Herzen baten mehr als 500 Priestern und 6 Bischöfen der Diözese Tarnow, die auch in diesem Jahr Anfang Juni zum Mareinheiligtum von Tuchów pilgerten, wo seit 1597 zahlreiche Pilger die Muttergottes von Tuchów verehren. Die Wallfahrt, die nun schon zum siebten Mal stattfindet, versteht sich als Gelegenheit, an die Quelle der missionarischen Leidenschaft zurückzukehren, die die Diözesangemeinschaft von Tarnow seit jeher auszeichnet.
Die im Süden des Landes gelegene Diözese Tarnow - eine der größten polnischen Diözesen - hat vor 50 Jahren damit begonnen, die ersten „Fidei donum“-Missionare zunächst in verschiedene Länder Afrikas und dann in den Rest der Welt zu entsenden. Seither nahm der missionarische Dienst für die katholischen Gemeinden in den Missionsgebieten einen wichtigen Platz im Gefüge der von der Diözese geförderten Werke und Initiativen ein. Tarnow zeichnete sich durch eine große Anzahl von Geistlichen aus, die bereit waren, von den Bischöfen als so genannte „Fidei donum“-Priester für den pastoralen Dienst fern der Heimat entsandt zu werden. Ein Dienst, den viele mit voller Hingabe und Freude verrichteten, auch dank der Unterstützung durch ein echtes Netz der Verbundenheit, das im Laufe der Zeit geschaffen wurde, um die Priester, die als Missionare im Ausland tätig sind, materiell und geistlich zu unterstützen.
Vor diesem Hintergrund wurde dieses Jahr auch die Marienwallfahrt nach Tuchów veranstaltet, die der Entmutigung der Priester besondere Aufmerksamkeit widmete. Pfarrer Jaroslaw Tomaszewski, Nationalsekretär des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung in Polen, hielt die Wallfahrtsmeditation und wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass "Priester allzu oft in eine geistliche Falle tappen, wenn sie ihre erste Begegnung mit Jesus Christus und den Grund vergessen, der sie dazu gebracht hat, das Sakrament des Amtspriestertums zu empfangen“.“Wenn dies geschieht", so Pater Tomaszewki, "wird es notwendig, zu den Anfängen des eigenen beruflichen 'Ja' zurückzukehren, 'aus der Traurigkeit herauszukommen', die wirksame Gnade der Sakramente in Anspruch zu nehmen, und sich auch zu fragen: 'Wie kann ich konkret an meiner missionarischen Verpflichtung arbeiten?‘ Diese wohlüberlegte Unterscheidung sollte helfen, das entmutigte Herz zu heilen".
(EG) (Fides 10/6/2023)


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